Wie Dir eine To-Do Liste hilft Deine Ziele zu erreichen
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To-Do Listen meine heimliche Leidenschaft

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich habe über acht verschiedene To-Do-Listen. Und da rechne ich die, von denen ich weiß, dass ich sie ohnehin wieder ansehen werde, gar nicht mit ein.

 

Nun fragst du dich, wie zur Hölle kommt man mit acht verschiedenen To-Do Listen zurecht?

 

Meine Antwort: Gar nicht.

 

Meine ganzen To-Do Listen entstehen immer mehr oder weniger zufällig. An manchen Tagen kommt es mir einfach in den Kopf und ich fertige, wie besinnungslos, für jedes meiner Projekte eine eigene Liste an. Ich bilde mir dann gerne ein, dass ich dadurch einen besseren Überblick über alle meine Projekte bekomme.

 

Das stimmt nur leider nicht.

 

Denn irgendwie klappt das nicht so richtig. Und die einzelnen Punkte auf meinen To-Do Listen werden auch nicht weniger, sondern jeden Tag mehr. Ich komme meinen ganzen Aufgaben noch weniger nach, weil ich wirklich jede Kleinigkeit notiere, um auch nichts Wichtiges zu vergessen.

 

Irgendwann bin ich dann immer völlig überfordert von den vielen verschiedenen Listen und einzelnen Punkten. Spätestens jetzt ist immer die Zeit gekommen, alle Listen auf ihre Aktualität zu prüfen und die wirklich relevanten To-Do Listen in einer zusammenzuführen.

 

Auf diese Weise habe ich dann wieder einen Überblick und kann strukturiert weiter auf meine Ziele hinarbeiten.

 

Mehr Orientierung, mehr Erfolg auf dem Weg zum Ziel

Bist auch du ein To-Do Listen-Liebhaber, dann kannst du mein Problem mit den acht verschiedenen Listen und unzähligen Punkten darauf sicher bestens nachvollziehen.

 

Wie ich jedoch feststellen musste, gibt es hierbei leider ein Problem. Dieser Listenwahnsinn nimmt irgendwann so überhand, dass ich komplett die Orientierung verliere und gar nicht mehr weiß, an welcher Stelle auf meinem Weg zum Ziel ich gerade stehe.

 

Ich muss zugeben, dass mich eine schlechte Angewohnheit immer erst so richtig nerven muss, bevor ich sie endgültig ausrangiere. So war es auch mit meinen To-Do Listen.

 

Früher, als ich noch kein Baby hatte, fiel es mir wesentlich leichter, meine destruktive To-Do Listen Sammelei immer wieder durch schnelleres Arbeiten oder Prioritätenverschiebung auszugleichen. Doch jetzt, wo ich Mutter bin, träume ich nur noch von diesen Zeiten, wo ich genug Zeit hatte, um mir zeitverschwendende, schlechte Angewohnheit nicht abgewöhnen zu müssen.

 

Als ich aufgrund hohem Schlafmangels und chronisch zu wenig Zeit selbst für die einfachsten Dinge des Alltags merkte, dass meine To-Do Listen mich mehr von meinen Zielen abhalten, als mir dabei helfen, diese zu erreichen, machte ich Schluss.

 

Schluss mit einer Liste je angefangenem Projekt. Und auch Schluss mit unstrukturiertem Punkte aufschreiben.

 

To-Do Listen sollen dir eine Hilfe sein, auf deine Ziele fokussiert zu bleiben und zu jeder Zeit zu wissen, was du noch für das Erreichen deines Ziels tun musst. Eine Liste sollte dich keinesfalls dabei aufhalten, deine Ziele zu erreichen. In diesem Fall wäre deine To-do-Liste völlig kontraproduktiv.

 

Auf die richtige To-Do Liste kommt es an

Eine To-Do Liste kann dir sehr dabei helfen, deine Ziele zu erreichen. Sie kann dich aber auch von deinen Zielen fernhalten, wenn sie dich verwirrt oder dir mehr Arbeit bereitet, als dich zu unterstützen.

 

Viel zu oft sammeln sich auf unseren To-Do Listen viel zu viele Punkte an, die uns aufhalten. Anstatt deinen Zielen näher zu kommen, drehst du immer größere Kreise auf dem aktuellen Stand. Auf diese Weise fühlst du dich zwar produktiv und als wenn du bald deine Ziele erreichen könntest, doch in Wirklichkeit bist du nur beschäftigt.

 

Punkte mit Einfluss lassen Dich Deine Ziele erreichen

Es kommt nicht nur darauf an, ins Handeln zu kommen und aktiv die nötigen Schritte zu gehen, welche für deine Zielerreichung notwendig sind. Am wichtigsten ist es, Aufgaben, die einen großen Einfluss auf deine Ziele haben zuerst zu bearbeiten.

 

Die zentrale Frage lautet immer: Was kann ich heute tun, was alles andere unnötig macht?

 

Was kann ich jetzt unternehmen, was mich meine Ziele erreichen lässt?

 

Und auch, wenn das Designen eines neuen Newsletter Headers dir unglaublich wichtig erscheint, wenn die Alternative das Schreiben eines neuen Konzeptes ist, so bringt dich ein hübscheres Bild im Newsletter Kopf unter Garantie deinen Zielen nicht halb so viel näher, wie ein neues Konzept zu schreiben.

 

Das Gemeine an To-Do Listen ist, dass uns jeder Punkt immer wahnsinnig wichtig erscheint. Das liegt daran, dass er aufgeschrieben wurde. Somit muss er schließlich wichtig sein, oder?

 

Doch wenn du deine To-do-Liste einmal mit kritischem Auge durchschaust, dann entdeckst sicher auch du Punkte, welche mit deinen Zielen nur geringfügig oder gar nichts zu tun haben.

 

Und? Wie viele Punkte auf deiner To-do-Liste bringen dich deinem Ziel wirklich näher? Wobei die noch wichtigere Frage lautet: Stehen diese Punkte ganz oben auf deiner Liste?

 

Falls deine To-Do Punkte mit dem größten Einfluss auf deine Ziele nicht ganz oben stehen, dann hol dies am besten direkt nach. Alle anderen Punkte auf deiner Liste musst du jetzt natürlich nicht löschen. Es reicht vollkommen aus, wenn du sie etwas weiter unten platzierst.

 

Meiner Erfahrung nach gibt es drei wesentliche Dinge, die beim Nutzen einer To-Do Liste falsch gemacht werden. Oder anders ausgedrückt auf diese drei Dinge solltest du unbedingt achten, wenn dir deine To-do-Liste dabei helfen soll, deine Ziele zu erreichen.

 

3 entscheidende Punkte für Deine To-Do Liste

  1. Nur eine Liste führen

Wie ich bereits verriet, habe ich eine ganze Weile nicht nur zwei Listen parallel geführt, sondern weit mehr und damit viel zu viele. Das Endergebnis war stets gleiche. Ich habe einen Großteil meiner Listen entweder bewusst ignoriert oder nicht mehr angesehen, weil ich sie schlichtweg vergaß.

 

Auf diese Weise habe ich mich beim Erreichen meiner Ziele in gewisser Weise selbst sabotiert. Indem ich wichtige To-Do´s kreuz und quer auf meinen Listen verstreut habe, ging mir der Überblick verloren und ich habe die ein oder andere wirklich wichtige Aufgabe völlig aus den Augen verloren.

 

Damit mir das heute nicht mehr passiert, arbeite ich gegen meinen inneren To-Do-Listen Messi an und notiere alle meine wichtigen Punkte nur noch auf einer einzigen Liste. Auf diese Weise kann ich nicht mehr einfach mal Punkte vergessen oder ignorieren.

 

Ich habe auch die unangenehmen Aufgaben im Blick, was nicht immer Spaß macht. Aber oftmals sind es genau diese Aufgaben, die uns am meisten weiter bringen, oder? Deswegen gehe ich vor allem die unangenehmen To-Do´s bewusst an. Denn ich weiß, dass sie zum Erreichen meiner Ziele notwendig sind.

 

  1. To-Do Punkte richtig priorisieren

Die richtige Priorisierung der To-Do´s wird immer wieder unterschätzt. Auch ich habe lange Zeit einfach alles aufgeschrieben, wie es mir gerade in den Sinn kam.

 

Das Problem dabei besteht darin, dass wir darauf gepolt sind, alle Punkte der Reihe nach abzuarbeiten. Indem wir alles zufällig aufschreiben, geben wir uns jedoch unbewusst eine Reihenfolge vor.

 

Diese Reihenfolge ist nur in den seltensten Fällen wirklich die ideale Reihenfolge, wenn du deine Ziele erreichen willst.

 

Es gibt Aufgaben, deren Erledigung dich deinen Zielen sehr schnell ein großes Stück näher bringen und dann gibt es wieder Aufgaben, die für das Erreichen deines Ziels keine größere Bedeutung haben. Diese weniger wichtigen Punkte auf deiner To-Do Liste sind beispielsweise hübschere Grafiken. Also im Grunde alles, was über erledigt ist besser als perfekt hinausgeht.

 

Ich sage nicht, dass deine Homepage niemals ein Makeover verdient hat. Nur nutzen wir viel zu schnell jene To-Do Punkte, die uns Spaß machen, um uns selbst aufzuhalten.

 

Frag dich doch mal selbst, wie viel Zeit du schon dafür aufgewendet hast, die perfekte Grafik für XYZ zu erstellen. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Was hättest du in dieser Zeit alles an wichtigen Punkten, die einen echten Einfluss auf deine Ziele haben, abarbeiten können?

 

  1. To-Do Liste zur Zielerreichung nutzen

Die beste To-Do Liste kann für dich nichts ausrichten, wenn du sie nicht benutzt.

 

Dieser Hinweis mag überflüssig erscheinen, doch sehe ich es in der Coachingpraxis sehr häufig, dass Klienten genau aus diesem Grund nicht ihre Ziele erreichen.

 

Es ist wie mit allem anderen auch. Wenn du deine Ziele erreichen willst, musst du dafür etwas investieren. Willst du eine To-Do Liste nutzen um dich beim Erreichen deiner Ziele zu unterstützen, musst du die Selbstdisziplin investieren, jeden Tag mit deiner Liste zu arbeiten.

 

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