Ziele erreichen sich nicht selbst – Wie Du der Null-Motivation-Stimmung den Kampf ansagst
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Ich will meine Ziele erreichen, doch wo ist die Motivation?

Die leere Seite meines Word-Dokuments starrt mir erbarmungslos ins Gesicht. Ich spüre, wie in mir Gedanken hochkommen, die keinesfalls von Motivation zeugen.

 

„Das kann ich auch noch morgen machen.“

„Ich habe mir auch mal eine Pause verdient.“

„Es wäre jetzt eigentlich richtig wichtig, den großen Wäscheberg zu waschen.“

 

Dabei weiß ich doch eigentlich, dass genau jetzt die richtige Zeit ist, um das neue Coaching-Konzept aufzusetzen. Den Plan für mein neues Coaching-Programm habe ich bereits seit mehreren Wochen im Kopf. Doch ausgearbeitet habe ich ihn bisher nicht. Vielmehr handelt es sich bei meinem neuen Ziel eher um eine vage Idee, als eine schillernde Vision. Das konkrete Konzept steht noch aus.

 

Im Grunde hätte ich mich schon vor Wochen motivieren können, mein neues Coaching-Konzept zu schreiben. Dennoch habe ich es nicht getan. Immer wieder kamen scheinbar wichtigere Dinge dazwischen. Wenn ich jedoch ehrlich bin, dann waren diese Sachen weder dringend, noch wichtig. Was die Miesere umso schlimmer macht. Diese scheinbar wichtigen Dinge haben mich lediglich beschäftigt und von meiner eigentlich wichtigen Aufgabe abgehalten.

 

Dabei sind nicht diese belanglosen Dinge, die mich ablenken, schuld, sondern ich selbst. Ich setze die falschen Prioritäten und lasse mich gerne ablenken. Im Grunde ist diese passive Formulierung des Sich-ablenken-lassens grundlegend falsch. Wenn ich nicht abgelenkt sein wollen würde, ließe ich dies gar nicht erst zu. Korrekt ist also, dass ich mich selbst ablenke.

 

Ein Klassiker beim Ziele erreichen: Die gute alte Selbstsabotage

Somit sabotieren ich mich also selbst in meinem Vorankommen und im Erreichen meiner Ziele. Das neue Konzept zu schreiben, ist fundamental wichtig, wenn ich mein neues Coachingprogramm ausarbeiten möchte. Immerhin muss ich einen Plan haben, den ich verfolgen kann. Ich muss wissen, was ich als nächstes zu tun habe, um meine Ziele erreichen zu können.

 

Orientierung ist überaus wichtig, wenn du ein Ziel erreichen willst, denn nur, wenn du weißt, wie dein Weg zum Ziel aussieht, kannst du deine Aufmerksamkeit auf dieses Ziel fokussieren und dein Handeln entsprechend erfolgreich lenken.

 

Lies weiter: Selbstsabotage #4: Das mach ich später, wenn es einfacher ist

 

Wichtige Aufgaben auf morgen zu verschieben ist der Beginn eines Teufelskreises, der im schlimmsten Falle nie endet. Wenn ich einmal damit anfange, wichtige Aufgaben in ihrer Priorität herabzustufen, indem ich sie im Heute nicht mehr ernst nehme, rückt das Erreichen meines Zieles in extrem weite Ferne.

 

Natürlich hat sich jeder Pausen von der Arbeit verdient. Das ist ganz klar. Doch, wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich immer mal wieder Pausen zwischendurch, die ich gar nicht als Pausen definiere. Folglich benutze ich meinen vermeintlichen Mangel an Pausen schließlich als Ausrede, wenn ich mich vor dem Erledigen wichtiger Aufgaben drücken will.

 

Auch die liebe alte Hausarbeit ist ein Klassiker, wenn es um Prokrastination geht. Während meiner Studienzeit war meine Wohnung immer dann besonders sauber und aufgeräumt, wenn ich mich in der Prüfungsphase befand. Arbeiten, die mir sonst überaus lästig waren, wurden plötzlich hoch attraktiv und super wichtig. Doch letztlich ist auch dieses neu erwachte Bedürfnis nach Ordnung nd Sauberkeit nichts anderes als eine Ausrede dafür, das scheinbar Dringende dem Wichtigen vorzuziehen.

 

Und genau dieses konsequente Setzen von Prioritäten stellt eine der größten Herausforderungen dar, wenn du deine Ziele erreichen willst. Motivation entsteht nicht, wenn du stets den dringenden Sachen hinterher rennst und dich von ihnen beherrscht fühlst. Deine Motivation wirst du dann finden, wenn du an deine Ziele proaktiv herangehst und deine Priorität und Aufmerksamkeit auf die wichtigen Aufgaben lenkst.

 

Lies weiter: Ziele erreichen mit der richtigen Fokussierung auf das Wesentliche

 

Die wirklich wichtigen Aufgaben sind selten dringend

Dabei stellt sich immer wieder die Frage, warum man überhaupt erst in diese Spirale von Dringlichkeit gerät.

 

Warum bin ich immer wieder geneigt, wichtige Aufgaben auf morgen zu verschieben und die Wichtigkeit belangloser Hausarbeiten künstlich hochzustufen?

 

Der Schlüssel und die Antwort zu dieser Frage liegen wieder einmal in unseren Bedürfnissen. Unser größtes Bedürfnis besteht darin, negative Gefühle zu vermeiden und positive zu fördern.

 

Lies weiter: Werte & Bedürfnisse: Ihre unschätzbare Bedeutung beim Erreichen von Zielen

 

Wichtige Aufgaben sind meist jene, vor denen wir uns am liebsten drücken. Nicht zuletzt, weil diese Aufgaben uns oftmals herausfordern. Sie sind nicht von vornherein wichtige Aufgaben, sondern werden deswegen zu wichtigen Aufgaben, weil sie uns eben nicht leicht von der Hand gehen.

 

Die leichten Aufgaben, die wir bereits perfekt beherrschen, haben wir bereits erledigt. Das machen wir im Normalfall einfach so nebenher, ohne es wirklich zu realisieren. Eben weil diese Aufgaben uns so leicht fallen. Doch die wichtigen Aufgaben fallen uns nicht leicht. Zu deren Erledigung fehlt uns eventuell noch ein Stück Persönlichkeitsentwicklung. Vielleicht mangelt es uns auch noch an bestimmten Fähigkeiten und Wissen, um der Aufgabe tatsächlich gewachsen zu sein.

 

Folglich bedeuten diese wichtigen Aufgaben vor allem eins für uns: Arbeit. Du musst dich anstrengen, um diese Aufgaben, die dich meistens am weitesten bringen, gut zu erledigen. Und genau aus diesem Grunde bringen dich die wichtigen Aufgaben auch am weitesten. Weil du deine Komfortzone verlassen und über deinen bisherigen Erfahrungshorizont hinauswachsen musst.

 

Deswegen bringen uns wichtige Aufgaben am weitesten beim Erreichen unserer Ziele. Sie sind Herausforderungen. Manch einer würde sie als Probleme bezeichnen. Dabei liefern sie dir genau das, was du für deine Weiterentwicklung benötigst: Eine Hürde auf dem Weg zu deinem Ziel, die du überwinden kannst.

 

Die Schlüsselaufgaben beim Erreichen von Zielen

Man könnte die wichtigen Aufgaben auch als Schlüsselaufgaben bezeichnen, die eine zentrale Rolle dabei einnehmen, den Weg zur Zielerreichung zu ebnen.

 

Ich denke dabei immer wieder gern an meine Klientin, deren großes Ziel es war, eine Australienreise zu machen. Zu Beginn sah sie viele Gründe, warum diese Reise für sie nicht möglich ist. Wie ich bereits in anderen Beiträgen verraten habe, hat sie ihre Reise schließlich gemacht und ihr großes Ziel damit erreicht.

 

Wie hat sie das geschafft?

 

Indem sie einen Plan gemacht hat. Genauso, wie ich für das Ziel meines neuen Coachingprogrammes als ersten Schritt das Konzept schreiben muss, hat sie ein Konzept für die Realisierung ihres Ziels erstellt.

 

Lies weiter: Ziele richtig planen in vier einfachen Schritten

 

Dabei war die Planung ihrer Reise eine der wichtigsten Aufgaben, wenn nicht sogar die zentral wichtige Aufgabe beim Erreichen ihres Ziels. Zwar war der Finanzierungsplan ihrer Reise auch ein wichtiges Element, doch hätte es ihr nicht viel genützt, wenn sie zwar die Reisekosten innerhalb der angedachten Zeit angespart, ihre eigentliche Reise jedoch niemals geplant hätte.

 

Die Planung ihrer Australienreise war somit die Schlüsselaufgabe für ihre Zielerreichung, welche die Finanzplanung mit beinhaltete. Ein besonderes Merkmal dieser wichtigen Aufgabe ist es zudem, dass sie ein hohes Motivationspotenzial hat. Wenn du weißt, wie du dein Ziel erreichen kannst, dann wirst du eine viel höhere Motivation haben, auch die wichtigen und ein Stück weit lästigen Aufgaben für dein Ziel zu bewältigen.

 

Motivation ist eine Strategie der Wahrnehmung

Motivation ist letztlich nichts anderes als eine Strategie die eigene Wahrnehmung zu steuern. Gleichzeitig speist sich Motivation aus deiner persönlichen Wahrnehmung der Welt.

 

Bist du der Meinung, dass ein Ziel unmöglich zu erreichen ist, wirst du keine Anstrengungen unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen. Deine Motivation liegt bei null. Hast du jedoch eine Vision, glaubst an dich und bist davon überzeugt, dass du mit dem richtigen Mindset und Plan jedes Ziel erreichen kannst, wirst du deine Ziele erreichen. Der Gedanke an deine Ziele wird dir die Motivation geben, welche du benötigst, um auch die Herausforderungen, welche dir auf deinem Weg zu Ziel begegnen, anzunehmen.

 

Im Coaching erlebe ich es sehr oft, dass wir auf das negative fokussiert sind und auf das, was nicht klappt. Wir finden 1000 Gründe, warum etwas nicht geht oder unmöglich ist. Gleichzeitig fällt uns im Gegenzug oftmals nicht einmal ein einziger Grund ein, warum etwas möglich sein kann.

 

Genau dieses Mindset macht den Unterschied, wenn es darum geht, sich selbst zu motivieren und die nötige Motivation für die wirklich wichtigen Aufgaben zu finden. Motivation machst du selbst in deinem Kopf. Es ist nichts, was von außen kommt.

 

Was blockiert dich beim Erreichen deiner Ziele wirklich?

Fühlst du dich unmotiviert und außerstande, deine Ziele zu erreichen, weil du die Motivation für wichtige Aufgaben nicht finden kannst , dann frage dich, was dich tatsächlich demotiviert. Welche Gedanken blockieren dich beim Erreichen deiner Ziele?

 

Ist es nur der Gedanke, dass du dich für diese Aufgabe noch nicht bereit fühlst, oder stecken vielleicht sogar tiefer liegende Ängste hinter deiner Blockade. Selbstsabotage beim Erreichen von Zielen ist sehr weit verbreitet und begegnet mir im Coaching regelmäßig. Dabei sabotieren wir uns nicht mit Absicht selbst, sondern versuchen unbewusst den Ängsten, die mit unseren Zielen verbunden sind, aus dem Weg zu gehen.

 

Der größte Traum einer meiner Klientinnen besteht darin, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Familie ist ihr höchster Wert im Leben. Trotzdem ist die von beiden Zielen noch weit entfernt. Nicht, weil ihre Ziele keine echten Bedürfnisse darstellen, sondern weil unbewusste Ängste sie blockieren.

 

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Ihre Selbstsabotage besteht darin, sich immer wieder an Partner zu binden, die Bindungsprobleme aufweisen. Die Ursache dafür, noch keine Familie zu haben, sah sie stets in ihren Partnern. Diese wollten schließlich den großen Schritt nicht gehen. Als wir jedoch auf ihre Ängste zu sprechen kamen, fanden wir eine ganze Liste von Gründen, die für sie gegen eine Heirat und Kinder sprechen.

 

Das waren alles keine rationalen Gründe, sondern Ängste und Selbstzweifel. Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass das sogenannte Pech im Leben nicht unbedingt etwas mit der Abwesenheit von Glück zu tun hat. Vielmehr wählen wir unbewusst einen bestimmten Lebensweg und im Falle meiner Klientin einem bestimmten Typus an Partnern aus.

 

Wenn du mit Motivation deine Ziele erreichen willst, ist es daher unbedingt notwendig, dir deine Ängste bewusst zu machen und ihnen auf diese Weise die Macht über dich zu nehmen. Sei dir darüber klar, was dich wirklich demotiviert und vom Erreichen deiner Ziele abhält.

 

Ein Perspektivwechsel für mehr Motivation

Nimm die wichtigen Aufgaben in Angriff, denn es sind die Aufgaben, welche dich am weitesten voran Richtung Ziel bringen. Die notwendige Motivation zum Annehmen von Herausforderungen erlangst du mit einem Perspektivwechsel.

 

Es bringt dich nicht weiter, dich darauf zu fokussieren, wie mühevoll die wichtige Aufgabe ist und wie viel Arbeit sie dich kosten wird und dass du darauf überhaupt keine Lust hast. Damit killst du nur deine Motivation.

 

Konzentriere dich stattdessen auf die Möglichkeiten deiner persönlichen Weiterentwicklung, welche dir diese neue Herausforderung bietet. Nichts ist jemals gut oder schlecht, solange wir es nicht zu dem einen oder anderen machen. Alles ist eine Frage der Perspektive.

 

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Lass deine Ziele Realität werden. Niemand übernimmt das für dich.Wenn du nicht an deinen eigenen Zielen arbeitest, arbeitest du automatisch an den Zielen anderer.

 

In der Realität ist es nicht wie im Märchen. Es wird kein Prinz auf seinem weißen Pferd daherkommen und für dich gegen die böse Hexe kämpfen. Auch wenn dir eine wichtige Aufgabe einmal wie ein Apfelstück im Hals steckt, ist nicht der Prinz die Rettung.

 

Im realen Leben musst du dich für deine Ziele selbst einsetzen und das bedeutet auch Herausforderungen anzunehmen und zu meistern.

 

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