Perfektionismus tötet Selbstvertrauen, 5 Schritte in die Freiheit und zur Selbstverwirklichung
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Perfektionismus killt Selbstvertrauen

Perfektionismus und Selbstvertrauen sind wirklich das ultimative Paar – und zwar im Negativen. Ich bin der Meinung, Perfektionismus kann das eigene Selbstvertrauen schneller killen, als wir im Mc Café einen Latte Macchiato mit Vanilla Shot bestellen können.

 

Du weißt sicher auch wie es ist, ein Projekt nicht abschließen zu können, bevor es absolut perfekt ist. Vielleicht hast du schon mehrere Projekte begonnen und niemals beendet, weil sie einfach nicht genau so geworden sind, wie du sie haben wolltest. Tötet auch dein Perfektionismus dein Selbstvertrauen?

 

Anzeichen, dass dein Selbstvertrauen leidet

Selbstvertrauen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Psyche und unseres Charakters. Ohne geht es uns nicht wirklich gut und wir kommen nur schwer in Projekten, mit unseren Hobbys oder in unserer Arbeit voran. Diese kleine nervende Frage, ob es nicht doch noch besser geht, wenn man dies oder jenes verändert, kann einen um den Verstand bringen. Genau deswegen ist Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Wissen, wann gut genug wirklich genug ist, so wertvoll.

 

Wenn du jedoch in die Perfektionsmusfalle getappt bist, kann es zuweilen sehr schwer sein, dich auf dein Selbstvertrauen zu verlassen. Selbstvertrauen ist im Allgemeinen der Glaube an sich selbst und in die eigene Fähigkeit, etwas zu erreichen oder bestimmtes zu tun. Es ist nicht allgemeingültig für alle Dinge. So weiß jeder oftmals genau, was er besonders gut kann oder gar nicht. Das ist der Clou und gleichzeitig auch der Haken am Selbstvertrauen, was es so anfällig macht im Angesicht von Perfektionismus.

 

Wer mit einem Ergebnis in einer Sache, von der er weiß, dass er sie gut beherrscht, niemals zufrieden ist, wird zwangsläufig beginnen, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln.

 

„Bin ich doch nicht so talentiert, geschickt, gut in dieser Sache? Habe ich es vielleicht doch nicht drauf, wie ich zuerst dachte?“

 

„Dieses Projekt, welches ich entwickelt habe, ist nicht gut genug. So kann ich das auf keinen Fall veröffentlichen.“

 

„Andere Blogger haben auch über dieses Thema geschrieben, sind aber viel bekannter als ich. Ich kann den Beitrag nicht veröffentlichen.“

 

„Meine Ideen sind einfach nicht genial genug. Ich werde heute keine Posts auf Instagram, Facebook, Twitter (oder welcher Plattform auch immer) veröffentlichen.“

 

Solche Gedanken schleichen sich schnell ein, bis der letzte Funken an Selbstvertrauen im Keim erstickt ist. Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Neigst auch du dazu, dich von deinem Perfektionismus unterbuttern zu lassen?

 

Wenn dein Selbstvertrauen so klein ist, dass du dich davon abhalten lässt, deine Message zu teilen, egal wie wichtig sie ist, gibst du dich deinem Perfektionismus geschlagen.

 

Typische Glaubensätze in solchen Fällen sind:

Es ist nicht gut genug. – Ich bin nicht gut genug. – Es ist nicht perfekt. – Ich bin nicht perfekt. – Ich kann nichts veröffentlichen, das nicht perfekt ist.

 

Raus aus dem Perfektionismus – Rein ins Selbstvertrauen

Doch wie kommst du aus diesem Teufelskreis wieder raus?

  1. Ergründe woher dein Zwang nach Perfektionismus kommt

Hast du selbst diese hohen Erwartungen an dich? Meistens ist das der Fall. Wir neigen dazu, uns selbst viel mehr unter Druck zu setzen, als andere Menschen dies je tun würden.

 

Denkst du das erste Microsoft Office Paket war perfekt? Auf keinen Fall. Nicht umsonst kommen immer wieder neue Versionen und Updates heraus. Denkst du, das nächste MS Office wird perfekt sein? Ich denke es nicht, aber das wird Microsoft nicht davon abhalten, es dennoch auf den Markt zu bringen.

 

Alles im Leben ist ein Entwicklungsprozess und diesen sollten wir auch uns und unseren Projekten zugestehen. Nichts wird jemals von Beginn an perfekt sein und auch in einem späten Entwicklungsstadium wird niemals etwas Perfektion erreichen. Perfektion liegt stets im Auge des Betrachters und ist damit eine rein subjektive Wahrnehmung, die sich zudem von anderen sehr stark unterscheiden kann.

 

Zu diesem Thema passt mein Beitrag Simplify your life – Perfektionismus Ade perfekt. 😉

 

Bevor du also deine Projekte begräbst, noch ehe du ihnen eine Chance gegeben hast, frage dich, was kann im schlimmsten Falle passieren? Es mag nicht perfekt sein, aber wird das überhaupt jemand merken? Hält dich Perfektionismus vom Erreichen deiner Ziele ab?

 

  1. Hör auf, unrealistischen Erwartungen nachzueifern

Entweder alles, was du tust, ist 100 prozentig perfekt oder du schmeißt es hin? Auf diese Weise blockierst du dich selbst.

 

Lange Zeit dachte ich, wenn ich es nicht „anständig“ (anderes Wort für perfekt) hinbekomme, dann mache ich es lieber gar nicht. Wenn ich heute noch so denken würde, hätte ich vermutlich kaum eines meiner Projekte je begonnen oder gar tatsächlich gestartet. Ich würde immer noch an derselben Stelle stehen und mich vermutlich selbstmitleidig fragen, warum ich nichts im Leben bewegt bekomme und sich in meinem Leben rein gar nichts entwickelt.

 

Verabschiede dich vom Alles-oder-Nichts-Prinzip und fang an zu leben. Setz dir realistische Ziele und reflektiere regelmäßig deine Erwartungen an dich selbst. Leben heißt Entwicklung, nicht Perfektion von Anfang an. 😉

 

  1. Erledigt ist besser, als perfekt

Da wir nun geklärt haben, dass es Perfektion nicht gibt und Perfektionismus nur dein Selbstvertrauen tötet sowie dich vom Erreichen deiner Ziele abhält, bleibt nur noch eins übrig: Erledigt!

 

Wenn du also ein Projekt mit viel Mühe und Zeit fertiggestellt hast, was hält dich davon ab, es zu veröffentlichen? Eigentlich nichts mehr. Es gibt nur noch fertige oder unfertige Projekte. Wofür entscheidest du dich?

 

Halbfertige Projekte kosten dich nur Zeit und im Endeffekt auch Geld. Anstatt bereits mit dem Projekt Geld zu verdienen, liegt es irgendwo unveröffentlicht auf deiner Festplatte rum. Auf diese Weise habe ich in der Vergangenheit so viel Potential verschwendet, dass ich mich heute nur noch darüber ärgern und es besser machen kann.

 

Klar kannst du nicht alle Projekte auf einmal realisieren, aber du kannst stetig am Ball bleiben. Auf diese Weise kommst du definitiv deinem Ziel sicherer und schneller näher, als wenn du nichts bewegst, weil es nicht „perfekt“ ist. An dieser Stelle sind ein gutes Zeitmanagement und eine geschickte Ressourcenplanung Gold wert.

 

  1. Denk immer daran: Perfektion ist eine Illusion

Perfektion existiert nicht! Hat es schon Klick gemacht bei dir? Ich habe dafür zugegeben recht lange gebraucht. Wenn ich daran denke, wie viele Jahre ich mich mit Perfektionismus blockiert und gequält habe, würde ich am liebsten die Zeit zurückdrehen und es anders machen. Aber besser spät als nie verstanden.

 

Heute ist die Aussage, dass Perfektionismus eine Illusion ist zu einem wahren Mantra für mich geworden. Immer wenn ich merke, dass ich an mir selbst zweifle und Projekte deswegen aufschieben will, erinnere ich mich daran. Es hilft mir tatsächlich, einen realistischeren Blick auf mein Vorhaben zu erhalten. Meine destruktiven Vorstellungen davon, wie meine Arbeit von Beginn an sein muss, um als gut genug bewertet werden zu können, werfe ich über Bord.

 

  1. Konzentriere dich auf deine Stärken und hol dir Hilfe bei Dingen, die dir nicht liegen

Bist du dir bereits über deine Stärken und Schwächen im Klaren? Kannst du sie benennen und siehst sie völlig realistisch? Und vor allem: Kannst du beides, wie es ist, akzeptieren?

 

Das ist der erste Step in die richtige Richtung. Indem du dich auf deine Stärken konzentrierst, anstatt dich wegen deiner Schwächen zu geißeln, stärkst du nicht nur deine Produktivität sondern auch dein Selbstvertrauen.

 

Deine Schwächen zu kennen ist ebenso wichtig. Nur so kannst du sie akzeptieren und dir Hilfe bei Dingen holen, von denen du weißt, dass du sie nicht so gut kannst. Auf diese Weise sparst du Zeit und schützt dein Selbstvertrauen. Nichts ist so frustrierend, wie immer wieder etwas tun zu müssen und sich beim „Versagen“ zu beobachten. Fotografieren ist einfach nicht dein Ding und dir fehlt der berühmte künstlerische Blick? Kein Problem! Sicher gibt es jemanden in deinem Umfeld, der es besser kann und dir hilft. Falls nicht, kannst du zur Not immer noch jemanden für seine Dienste bezahlen.

 

Mach es besser

Selbstvertrauen ist nicht immer einfach von allein da. Oft müssen wir daran arbeiten. Während wir dem Perfektionismus hinterherjagen, ist es jedoch unmöglich, ein gutes und förderliches Level an Selbstvertrauen zu entwickeln.

Darum: Beende deinen Drang nach Perfektionismus und erinnere dich daran, dass Perfektion nur eine Illusion ist.

 

Herz.Mut Blob - Business & Lifestyle

 

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2 Kommentare

  1. Vor allem das Mantra “erledigt ist besser als perfekt” könnte ich mir zeitweise auf die Stirn tätowieren! Irgendwann hängt man mit allem in der Warteschleife zur Unendlichkeit, weil ohnehin nichts gut genug ist. Leben kann man das dann auch nicht mehr nennen…
    Ich hab das Gefühl, Perfektionismus ist so eine Krankheit, an der man sich immer wieder neu ansteckt und gegen die man nie ganz immun wird. Aber wenn einem das Problem mal bewusst ist, kann’s ja am Ende nur besser werden. 🙂

    • Hi Zoe,

      da bin ich völlig deiner Meinung. Man scheint sich wirklich immer wieder anzustecken und richtig sicher ist man vor dem eigenen Perfektionismus nie. Aber wie du schon sagst, wenn das Problem erkannt ist, ist es nur noch halb so schlimm.
      Wichtig finde ich vor allem, dass man sich nicht selbst blockiert, weil nie etwas gut genug ist. Das kann man dann wirklich nicht mehr Leben nennen. Da bin ich ganz bei dir.

      Liebe Grüße
      Janine

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