SWOT Analyse - In 5 Schritten Strategien entwickeln und Ziele erreichen
Follow on Bloglovin

Werbung durch Quellenangabe 😛

 

SWOT Analyse – Strenght, Weaknesses, Opportunities, Threats

„Nennen Sie uns mal Ihre Stärken und Schwächen.“ – Öhhhhhm…

Kommt dir das bekannt vor? Inzwischen weiß zwar jeder Bewerber, dass dies eine absolute Standardfrage ist, aber dennoch kann sie einen immer wieder eiskalt erwischen. Es ist schwierig über die eigenen Stärken zu sprechen und noch viel schwerer über die eignen Schwächen. Meist liegt es daran, dass wir glauben, uns nicht zu sehr loben zu dürfen, aber gleichzeitig will man sich auch nicht im Bewerbungsgespräch schlecht darstellen, indem man endlos über seine ganzen Schwächen faselt.

 

Unabhängig von einer Situation, in der du dich um einen neuen Job bewirbst, solltest du unbedingt deine Stärken und Schwächen kennen. Spätestens wenn du dein eigenes kleines Business führst, ist die SWOT Analyse eine hilfreiche Methode, um richtig zu planen und deine Handlungen strategisch ausrichten zu können.

 

Gleichzeitig musst du aber keine Geschäftsfrau sein, um diese Form der Analyse gewinnbringend anwenden zu können. Auch zum Erreichen privater Ziele kann die SWOT Analyse sinnvoll sein.

 

Was ist diese SWOT Analyse?

In der SWOT Analyse geht es im Grunde um eine Analyse deiner Stärken, Schwächen, Chancen / Möglichkeiten und Risiken. Klassischerweise kommt die SWOT Analyse aus dem Business Bereich und dient einer optimalen strategischen Ausrichtung und ggf. Anpassung an neue Marktbedingungen.

 

Im Grunde darf sie in keinem Businessplan fehlen. Dabei geht es nicht nur um eine reine Stärken-Schwächen-Analyse, sondern auch darum, Chancen und Risiken zu erkennen und eine entsprechende Strategie für dein Business zu erstellen.

 

Ziel der SWOT Analyse ist es immer, einen besseren Überblick zu schaffen und somit effektiver sowie effizienter ins Handeln zu kommen.

 

Die einzelnen Punkte der SWOT Analyse

  • Stärken

Deine Stärken, auch die deines Business, sind immer kontextbezogen. Das heißt, wenn du fantastisch kochen kannst, bringt dir das wenig als Geschäftsführerin einer Bekleidungsfirma. Diese Stärke könntest du in diesem Business nicht nutzen. Überleg also, welche deiner Fähigkeiten tatsächlich eine Stärke für dein Business darstellen und welche dich eher privat bereichern.

 

Deine Stärken im Business ergeben sich aber nicht ausschließlich aus deinen persönlichen Fähigkeiten, sondern auch aus dem direkten Vergleich mit deinen Konkurrenten. Eine gute Konkurrenzanalyse kann dir beim Erarbeiten deiner Stärken eine gute Hilfe sein.

 

So ist es möglich, dass deine Homepage besser im SEO abschneidet als das deiner Konkurrenten, oder dass du auf mehr Ressourcen zurückgreifen kannst. Auf den ersten Blick erscheinen diese Dinge nicht unbedingt als Vorteil, können sich aber im direkten Vergleich durchaus als Stärken entpuppen.

 

  • Schwächen

Mit deinen Schwächen, womit wieder auch die Schwächen deines Business inbegriffen sind, sieht es ähnlich, wie mit den Stärken aus. Das Prinzip ist analog.

 

Schwächen sind ebenso immer im Kontext zu betrachten und zu bewerten. Genauso ergeben sich manche Schwächen erst aus dem direkten Vergleich mit Konkurrenten. Hat der Konkurrent beispielsweise einen besseren finanziellen Status und kann damit mehr Geld für Marketing und Werbung ausgeben, ist die mangelnde Liquidität deines Business eine Schwäche.

 

  • Chancen / Potentiale

Chancen und Potentiale sind immer extern geleitete Faktoren. Es geht vordergründig darum, diese zu erkennen. Wir leben in einer Zeit des permanenten Wandels und des rasanten technologischen Fortschritts. Hieraus ergeben sich viele Potentiale, die es zu erkennen und nutzen gilt.

 

Ermöglicht eine technologische Verbesserung eventuell eine Weiterentwicklung der eigenen Produkte? Oder gibt es neuerdings eine Software, die die eigenen Prozesse noch besser und schneller ablaufen lässt? All diese Dinge können einen direkten Wettbewerbsvorteil bereitstellen, wenn man sie nutzt.

 

  • Risiken / Bedrohungen

Da Chancen und Risiken das externe Pendant zu Stärken und Schwächen darstellt, ergeben sich Risiken, wie auch Chancen aus Umgebungsfaktoren. Marktveränderungen können Potential für das eigene Business erschaffen, aber auch Bedrohungen erzeugen. Oftmals, aber nicht immer, ergeben sich Risiken aus nicht erkannten und genutzten Chancen.

 

Warum? Weil die Konkurrenz diese Chancen unter Umständen nutzt und sich somit einen Vorteil (Stärke) verschafft. Stärken und Schwächen im Business sind aber immer kontextabhängig und somit wird die Stärke deines Konkurrenten unmittelbar zu einer Schwäche in deinem Business.

 

Egal in welchem Bereich dein Business agiert, vergiss nicht, stets auch einen Blick nach rechts und links zu werfen. Auf dem neusten Stand der Informationen zu bleiben, kann strategisch sehr wichtig für dich sein.

 

Wie du die SWOT Analyse umsetzt und nutzt

Bevor du deine SWOT Analyse startest, musst du dir über dein konkretes Ziel klar sein. Um tatsächlich eine Strategie aus der Analyse ableiten zu können, sollte diese auf eine bestimmte Zielsetzung bezogen werden. Je nach Ziel können Stärken und Schwächen, wie auch Chancen und Risiken variieren.

 

Sicher fragst du dich jetzt, wie kann ich so eine SWOT Analyse überhaupt vornehmen?

 

Das ist gar nicht so schwierig, wie es zunächst aussieht. Du nimmst dir die einzelnen vier SWOT Punkte und machst dir bezogen auf dein Ziel Stichpunkte. Falls es dir schwer fällt, zum Beispiel Chancen zu analysieren, dann schreib dir vorher Hilfsfragen auf.

 

Diese können beim Punkt Chancen / Potentiale beispielsweise so aussehen:

  • Welche Möglichkeiten habe ich noch nicht in Betracht gezogen oder genutzt?
  • Habe ich Ressourcen zur Verfügung, die ich nicht voll ausschöpfe?
  • Gibt es Ressourcen, die ich anders (gewinnbringender, leistungssteigernder, zeitsparender, etc.) nutzen kann?
  • Welche aktuellen Neuerungen im Markt können mir einen Vorteil verschaffen?
  • Gibt es in meiner Branche Veränderungen (Gesetze, Kundenverhalten, allgemeine Trends), die ich unbedingt nutzen sollte oder muss?

 

Die Liste an Hilfsfragen ist beliebig erweiterbar. Du kannst dir bezogen auf dein Ziel und dein Business weitere oder ganz andere Fragen vorab überlegen, auf welche du deine Analyse schließlich begründest. Konkrete Fragen für jeden einzelne SWOT Punkt sind sehr zu empfehlen, da sie dir Orientierung schaffen und du deine SWOT Analyse strukturierter angehen kannst.

 

Die SWOT Analyse Matrix richtig einsetzen

Jetzt, wo du bereits zu jedem SWOT Punkt deine Notizen gemacht hast und einiges an Informationen erstellt hast, kannst du dir bereits einen ersten Eindruck verschaffen. Vielleicht fallen dir bereits jetzt Punkte ins Auge, wo du Veränderungen vornehmen möchtest. Oder du erkennst bereits einen roten Faden für deine Business Strategie.

 

Aber auch an dieser Stelle musst du nicht auf einen kleinen hilfreichen Trick verzichten. Die SWOT Analyse Matrix hilft dir, deine strategisch wichtigen Punkte besser ins Auge fassen zu können. Mich persönlich erinnert diese SWOT Matrix an das Johari Fenster. Sie ist im Grunde genauso aufgebaut.

 

Du erstellst ein Gitter mit zwei Zeilen und zwei Spalten. In die Spalten trägst du Stärken und Schwächen ein und in die Zeilen Chancen und Risiken.

 

Am Ende sieht es so aus:

 

SWOT Analyse Strategien richtig planen

 

In dieser Matrix machst du dir nun die Überschneidungen deutlich.

 

Stärken / Chancen Fenster

Das heißt, welche Chancen kannst du zum Ausbau deiner Stärken nutzen bzw. welche Stärken kannst du zum Umsetzen neue Chancen einsetzen?

 

Schwächen / Chancen Fenster

Welche Schwächen blockieren dich in der Nutzung neuer Chancen?

 

Risiken / Stärken Fenster

Welche deiner Stärken schützen dich vor Bedrohungen bzw. reduzieren Risiken?

 

Risiken / Schwächen Fenster

Welche Schwächen Begünstigen Risiken bzw. welche Risiken können bei falschem Umgang zu Schwächen werden?

 

Mit deiner SWOT Analyse bist du nun fast am Ende angelangt.

Was hast du bereits geschafft?

 

  1. Die 4 SWOT Punkte im Hinblick auf dein Ziel mit Infos gefüllt.
  2. Mittels der SWOT Matrix Überschneidungspunkte identifiziert.

 

Jetzt folgt der dritte und entscheidende Punkt:

  1. Du entwickelst deine Business Strategie.

Du hast bereits richtig gute Vorarbeit geleistet und dir dank deiner intensiven Analyse eine Struktur erschaffen, die es dir leicht macht, geeignete Maßnahmen für deine zukünftigen Handlungen abzuleiten. An dieser Stelle arbeitest du nur noch mit der SWOT Matrix. Anhand der einzelnen Punkte, die du in deine 4 Fenster eingetragen hast, werden konkrete Arbeitsschritte deutlich, die für dein Business relevant sind.

 

So hast du beispielsweise Schwächen identifiziert, die du abbauen solltest, um dass sie nicht zu Risiken werden. Als nächstes musst du natürlich noch einen Plan erstellen, wie genau du einzelne Schwächen überwinden möchtest, aber du hast bereits einen wichtigen Knackpunkt identifiziert, der dir im Business Alltag zum Problem werden könnte und kannst etwas dagegen unternehmen. Sprich, du planst richtig und integrierst die Ergebnisse der SWOT Analyse in deine Business Strategie.

 

Quelle:

Die SWOT-Analyse als Diagnose in Veränderungsprozessen von Alexander Pachmann

 

Du magst diesen Post? Teile ihn!

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein
*

Ich bin einverstanden mit der Datenspeicherung nach DSGVO

Bitte gib hier deinen Namen ein

Eins + = Fünf