Social Media für Online Business - Top oder Flopp?
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Produktive Faulheit & Social Media im Business

Ich gebe es zu. Ich bin faul.

 

Einer meiner Professoren sagte einst, uns (den Studenten) fehle die produktive Faulheit. Was er damit meinte war, dass wir nicht kreativ genug seien, um den einfachsten, kürzesten und effizientesten Weg zu finden. Stattdessen machten wir es uns scheinbar oft zu schwer.

 

Heute erinnere ich mich an diese Worte und verstehe, dass man tatsächlich sehr viel Zeit sparen kann, wenn man die eigene Faulheit auf eine produktive Art und Weise nutzt. Was zunächst paradox klingt, ist eigentlich ziemlich clever.

 

Aufgrund meiner Faulheit versuche ich, den besten, schnellsten und effizientesten Weg zu finden, um meine Ziele zu erreichen. Und so mache ich mir natürlich auch über die Notwendigkeit von Social Media für mein Business Gedanken.

 

Unterstützen Soziale Medien mein Business?

Bringt mich Social Media wirklich an mein Ziel? Unterstützt Social Media meine Ambitionen und ist es wirklich für mich geeignet?

 

Ich denke, dass die Sozialen Medien vor allem fürs online Business ordentlich Potential in sich bergen. Gleichzeitig bin ich aber auch der Meinung, dass nicht jedes einzelne Business von Social Media im gleichen Maße profitiert.

 

So hängt es in meinen Augen maßgeblich von den eigenen Erwartungen an die Sozialen Medien und vor allem von der eigenen Zielgruppe ab, ob Facebook, Instagram und Co den gewünschten Effekt haben. Nutzt meine Zielgruppe Soziale Netzwerke und in welchen hängt sie bevorzug ab?

 

Und was vermutlich einer der wichtigsten Aspekte ist: Social Media muss dir Spaß machen.

 

Denn wenn das Teilen von Posts auf Facebook, oder das Hochladen von Fotos auf Instagram dir keinen Spaß macht, wirst du dich zwangsläufig nur hindurch quälen. Deine Posts werden halbherzig sein, deine Message lieblos und ohne Kreativität.

 

Meine Social Media Aktivität: Erschreckend überschaubar

Ich mach gar kein Geheimnis daraus. Meine Aktivitäten hinsichtlich Social Media sind durchaus übersichtlich. Um nicht zu sagen: erschreckend überschaubar. Das liegt aber nicht daran, dass ich Social Media per se schlecht finde.

 

Vielmehr habe ich es versucht und in meiner Blog Statistik konnte ich sehen, dass ich aufgrund von Posts bei zum Beispiel Instagram keine maßgebliche Steigerung von Traffic erzielte. Ich bin einfach nicht der extrovertierte Typ, der in den Sozialen Medien aufgeht. Für meinen Blog setze ich auf ein anderes Pferd. 😉

 

Das kann natürlich bei dir komplett anders sein.

 

Und wenn ich an dieser Stelle noch mal ehrlich bin, dann muss ich zugeben, dass mir die Oberflächlichkeit der Sozialen Medien ein Dorn im Auge ist.

 

Wie geht es dir mit Instagram? Zu oberflächlich? Oder kann dir so mancher Seelenstrip (um Himmelswillen) gar nicht oberflächlich genug sein?

 

Heb dich mit Persönlichkeit in den Sozialen Medien von der Masse ab

Ich persönlich mag es, wenn die Profile Persönlichkeit besitzen. Gerade bei Instagram gibt es sehr viele Posts, die bearbeitet sind ohne Ende und von der Story her geschönt oder sogar völlig gestellt. Wirkliche Ehrlichkeit sucht man oft vergeblich.

 

Oftmals sind die Beiträge nur reine Selbstdarstellung. Und zwar auf die Weise, wie man selbst gern wäre, aber es nicht ist. Man zeigt nur das Beste vom Besten des Besten von sich selbst. Und selbst dieses Beste ist noch gefaked.

 

Denn niemand gibt gerne zu, dass es nicht so schön aussieht hinter der Fassade. Doch genau das ist es, was uns authentisch macht und was unsere Beiträge zu Erfolgen bringt.

 

Lies weiter: Authentizität im Business – Warum ohne nichts läuft

 

Werbefeeds

Ich finde Instagram inzwischen extrem werbelastig. Wenngleich die Bilder teilweise von sehr hoher Qualität sind, so ist die Message oftmals Werbung. Im Grunde kann man zugespitzt sagen, dass Instagram eine Werbeplattform „Advertisestagram“ 😉 geworden ist.

 

Um sich hier abzuheben, muss man sich schon Einiges einfallen lassen. Einfache Schnappschüsse reichen hierfür nicht mehr aus. Was du brauchst, sind richtig gute Aufnahmen und echte Botschaften. Content halt.

 

Da man bei Instagram schnell in Vergessenheit gerät, wenn man nicht jeden Tag seine Posts raushaut, finde ich es sehr schwer, wirklich authentisch zu sein.

 

Ich meine, wenn ich ehrlich bin, dann fällt es mir nicht unbedingt leicht, mich jeden Tag echt zu zeigen. Und eventuell will ich das auch gar nicht. J

 

An dieser Stelle drängt sich unweigerlich die Frage auf, wie sichtbar oder gar nackt willst du dich fürs Business machen? Ich denke, dass es auch ein zu viel geben kann.

 

Persönlichkeit zeigen ist keine Prostitution. Mir ist guter Content wichtiger.

 

Profilgröße, Traffic, Reichweite

Zudem ich bin der Meinung, dass spätestens seit dem neuen Algorithmus von Instagram kleine Profile es unheimlich schwer haben, zu wachsen.

 

Und natürlich ist es kein Geheimnis, dass nur Profile, die eine entsprechende Größe haben, Reichweite erzielen und somit auch Fans erreichen. Nur auf diese Weise kann Traffic auf den eigenen Blog oder die eigene Homepage geleitet werden.

 

Bei Facebook sieht es ähnlich aus. Facebook setzt sehr viel auf bezahlte Reichweite und ich habe auch schon mal gelesen, dass Facebook die Fanseiten ab einem gewissen Maß klein hält.

 

Da fragt man sich jetzt an dieser Stelle vielleicht, warum tut Facebook das? Die Erklärung, welche ich dazu las, war dass somit die Motivation der Seitenbetreiber gesteigert werden solle, Geld zu investieren, um Reichweite zu erhalten.

 

(Habe ich schon erwähnt, dass ich meine Fanseite vom Blog offline genommen hab? Nicht, weil man ohne Bezahlung keinen Meter weit kommt, sondern wegen der DSGVO und der Haftung der Seitenbetreiber.)

 

Das finde ich persönlich nicht gerade sehr kundenfreundlich von Facebook. Um genau zu sein fühle ich mich dabei überrumpelt. Das Ganze hat so einen faden Beigeschmack.

 

Social Media das Business

Ich finde an Facebook kann man besonders gut erkennen, dass die sozialen Medien selber inzwischen ein eigenes Business sind. Social Media ist schon längst nicht mehr nur eine reine Möglichkeit in Kontakt mit anderen zu treten, sondern bietet extrem starke Werbefläche.

 

Darin liegt das große Potenzial der sozialen Medien für dein online Business. Das Aber der Geschichte lautet allerdings: Du musst das Spiel spielen wollen.

 

Social Media als Werbemöglichkeit

Das klingt alles irgendwie negativ. Natürlich bergen die Sozialen Medien großes Potential, wenn du das willst.

 

Was ich an Facebook besonders gut finde, sind die Gruppen. Hier kann man sich oft wirklich gut austauschen und hat ebenfalls die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Außerdem kannst du auch die Gruppen als Werbeplattform für dich nutzen, wenn du anderen mit deiner Expertise wirklich hilfst.

 

Das Vorgehen in Facebook Gruppen unterscheidet sich wesentlich von dem eigenen Feed. Um erfolgreich in den Gruppen Werbung für sich zu machen, musst du im Grunde Content Marketing betreiben.

 

Du beteiligst dich, hilfst anderen, tauscht dich aus und gibst dein Wissen weiter. Auf diese Weise erleben dich die anderen als Experten und du kannst auf dich aufmerksam machen. Wenn es passend ist (und nur dann) kannst du auch einen Link zu einem deiner Beiträge posten.

 

Eine andere Möglichkeit ist das Teilen deiner Beiträge in den Gruppen. Manche Facebook Gruppen bieten explizit das Teilen von neuen Blogbeiträgen an oder haben einmal in der Woche die Option Beiträge zu posten. Schreib dir am besten auf, welche Gruppe an welchem Tag Werbung gestattet. Auf diese Weise verpasst du keine Gelegenheit.

 

Das gibt es doch noch was

Nun ist Instagram und Facebook nicht das Einzige, was es im Markt an Socialen Medien gibt.

 

Twitter habe ich ausprobiert, aber irgendwie liegt es mir einfach nicht. Es ist nicht mein Soziales Medium. Ich kann mich noch erinnern, es war circa 2006, da war Twitter ganz groß im Kommen. Heute dominiert doch eher Facebook und Instagram.

 

Ich persönlich empfinde Twitter auch nicht als DIE Werbeplattform. Auf Twitter selber wird tatsächlich noch sehr viel kommuniziert und Botschaft vermittelt. Jedenfalls empfinde ich das so.

 

Vermutlich liegt es daran, dass der Tweet auf eine recht geringe Zeichenzahl begrenzt ist. Gleichzeitig hat mir Twitter noch nie angeboten, meine Reichweite zu steigern, indem ich Geld zahle.

 

Eventuell ist Twitter ja tatsächlich noch vom alten Schlag und im wahrsten Sinne ein Social Media und kein reines Advertise Media.

 

Social Media vs. Suchmaschinenoptimierung

Alles in allem ist es aber egal, welches soziale Medium du für dich und dein Business nutzen möchtest. Bei allen solltest du dir dessen bewusst sein, dass Social Media kurzfristig agiert.

 

Genau aus diesem Grunde posten zum Beispiel bei Instagram die meisten täglich, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Manche Instagrammer sogar mehrmals täglich.

 

Die einzelnen Beiträge verschwinden relativ schnell aus dem Fokus der Fans. Jeden Tag kommt eine Schwemme an neuen Posts, Storys und Inhalten, so dass es schwierig ist, wenn du nicht täglich einen oder gar mehrere Posts machen möchtest.

 

Kurz gesagt ist Social Media fürs Business dahingehend aufwändig, dass du permanent neuen Content generieren musst, um aktuell zu bleiben. Das ist es, was ich als kurzfristig effektiv bezeichne.

 

Aus diesem Grunde und weil ich faul bin, sind die sozialen Medien nicht mein primärer Fokus, wenn es darum geht, von Fans und Lesern gefunden zu werden.

 

Ich bevorzuge langfristig orientierte Werbemöglichkeiten bzw. Reichweite. Werbung ist für mich unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit nicht das Schalten von Anzeigen oder die bezahlte Reichweitensteigerung, sondern alles was mir hilft, gefunden zu werden.

 

SEO – search engine optimization

Mein liebstes Tool in Sachen Reichweite für mein Business ist deswegen SEO. SEO Hat den Nachteil gegenüber den sozialen Netzwerken, dass es im Aufbau wesentlich länger dauert.

 

Du musst dich darum kümmern, du musst dich damit auseinandersetzen und du musst es richtig umsetzen, um damit erfolgreich zu sein.

 

Der große Vorteil aber: Wenn du es einmal gemacht hast, dann wirkt es langfristig.

 

Du musst nicht jeden Tag nachlegen, um noch aktuell und interessant zu sein. Im Gegenteil, wenn du hier Geduld beweist, dann werden dich deine Fans langfristig über deine Keywords mit Google finden. Du kannst dann ab einem gewissen Punkt den Druck raus nehmen und sehen, dass du immer mehr Traffic über die Suchmaschinen generierst.

 

Wie du dich aufstellst und was du bevorzugst, liegt natürlich ganz bei dir. Ich persönlich bin ein Freund von langfristigen Investitionen.

 

Die Nachhaltigkeit meiner Anstrengungen ist mir sehr wichtig. Daher würde ich niemals einen Pullover nur für ein einziges Bild in einem Online Shop bestellen, um ihn anschließend wieder zurück zu senden. Zudem weiß ich, dass dieses Bild bereits nach spätestens fünf Tagen bei Instagram in der Versenkung verschwindet. Der Aufwand ist mir zu hoch und der Mehrwert zu gering.

 

Herz.Mut Blob - Business & Lifestyle

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Janine,
    sehr interessanter Artikel und toll, dass du so konkrete Einblicke deiner Erfahrungen gewährst.
    Bei Instagram kann ich absolut zustimmen, zumindest wenn es das primäre Ziel ist, über Social Media Traffic für die eigentliche Webseite zu generieren.
    Ist ja toll,wenn man zig Herzchen bekommt. Wenn aber niemand dadurch auf die Seite kommt, steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Instagram habe ich nach einem Jahr intensivem Testen uns Probieren wieder ausgegliedert. Ähnlich ist es mit Twitter. Zumindest in meinem Bereich bringt es viel zu wenig.
    Viel erfolgreicher ist dagegen Facebook. Wie du schon beschrieben hast, ist die Nutzung der Gruppen ein entscheidener Faktor. Denn genau da hält sich deine Zielgruppe auf. So ist es auch gar nicht so schwer auf 10.000-20.000 Facebook-Interaktionen pro Woche zu kommen.
    Hinzufügen würde ich noch Pinterest. In meinem Bereich (Reisen,Rezepte,DIY) eine unschlagbare Traffic-Quelle. Ich habe Pinterest eigentlich erst vor wenigen Wochen für mich entdeckt. Doch der Effekt ist enorm. Inzwischen beziehe ich gute 50% meiner Webseitenbesucher über Pinterest. Da das im Grunde eine Bilder-Suchmaschine ist, eignet sich diese Variante besonders gut für Leute,die viele Bilder auf ihrer Seite einsetzen.

    Viele Grüße
    Janina

    • Hallo Janina,

      danke für deine ausführlichen Worte.
      Pinterest habe ich bewusst nicht mit dazu genommen, da es ja eigentlich kein Social Media Tool ist, sondern (wie du schon sagst) eine Suchmaschine.
      Um ehrlich zu sein, habe ich mich mit Pinterest auch ein bisschen gestritten. Ich nutze es sehr gern und mag es auch total, aber vor ca. einem Jahr habe ich meine Pinnwände neu sturkturiert und meine Pins nochmals neu zugeordnet und wurde dabei ohne Vorwarnung von Pinterest gesperrt. Ich konnte mich einfach nicht mehr bei Pinterest anmelden und wusste gar nicht warum. Ich schrieb dem Kundenservice, der mir erst nach der dritten Mail überhaupt antwortete und das auch noch voll unfreundlich. Da erfuhr ich, dass ich wohl wegen Spam gesperrt von Pinterest sei. Ich dachte, ich les nicht richtig! Ich wollte das Ganze klären und versicherte, kein Spam zu unternehmen. Aber ich erhielt wieder keine Antwort. Auf eine Beschwerde hin kam auch keine Antwort von Pinterest und so habe ich es auf sich beruhen lassen. Was will man auch machen in so einem Fall?
      Schade finde ich es absolut, weil ich gerne auch Pinterest nutzen würde, aber das geht nun nicht mehr.

      Liebe Grüße
      Janine

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