In 5 Schritten die Angst vor einem Neuanfang überwinden
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Der Neuanfang & die Angst

Jeder Neuanfang kann zuerst einmal neben Freude auch mit Angst einhergehen. Dabei spielen nicht nur die Rahmenbedingungen eine Rolle, sondern ist die Angst vor dem Unbekannten tief in unserer Seele verankert. So kann es vorkommen, dass auch positive Veränderungen Ängste heraufbeschwören.

 

Aktuell ergeht es mir so mit dem Hausbau. Ich freue mich über jeden kleinen Fortschritt und kann es gar nicht erwarten, bis endlich alles fertig und einzugsbereit ist. Und dennoch kommen auch Angstgedanken auf.

 

„Werde ich mich in der neuen Umgebung genauso wohl fühlen?“

„Was wenn die Nachbarn unfreundlich sind?“

„Werden wir die finanzielle Belastung gestemmt bekommen?“

 

 

Jeder Neuanfang im Leben bringt teilweise sehr starke Veränderungen mit sich. Je größer diese Veränderungen sind, desto mehr Angst können Sie bereiten.

 

Die größte Angst löst ein Neuanfang aber aus, wenn er nicht ganz freiwillig vonstatten geht. So ein unfreiwilliger Neuanfang kann verschiedene Ursachen haben. So kann man zum Beispiel gezwungen werden, einen Neuanfang als Single starten zu müssen. Wenn der Partner nicht mehr will, kann man ihn nicht zwingen. Dann muss man mit der neuen Situation klar kommen, ob man will oder nicht.

 

Mein heftigster und unfreiwilliger Neuanfang hatte allerdings nichts mit einer Beziehung zu tun, sondern mit meinem Job und meiner Gesundheit. Alle, die sich schon ein bisschen auf Herz.Mut umgesehen haben, wissen, dass ich nicht geplant hatte, heute da zu stehen, wo ich stehe. Heute sage ich danke dafür, aber einst habe ich die Umstände verflucht. Ich wollte keine Veränderung, sie hat mir wahnsinnige Angst gemacht.

 

Ins kalte Wasser des Girl Boss Daseins geworfen

Doch wie genau kam es denn nun dazu, dass ich heute nicht mehr angestellt arbeite, sondern freiberuflich? So viel vorweg: Es war weder geplant, noch freiwillig. Aber wie sagt man so schön: Zu unserem Glück müssen wir manchmal gezwungen werden.

 

Hier die Story dazu:

Ich kann mich noch gut erinnern, welches Auf und Ab der Gefühle ich durchleiden musste, als ich damals krankheitsbedingt nicht mehr so weiter machen konnte, wie bisher. Es war mir völlig klar, dass ich meinen Job aufgeben musste. Ich hatte über mehrere Monate alles versucht, um doch alles beim Alten lassen zu können und dennoch wieder gesund zu werden. Nur leider ging die Rechnung nicht auf. Es war schon zu spät und ich stand nicht nur knietief drin, sondern bis über beide Ohren.

 

Um eine Auszeit kam ich nicht mehr herum und je länger ich versuchte, so zu tun, als würde das alles schon wieder irgendwie werden, desto schlechter ging es mir. Bis ich schließlich gar nicht mehr konnte und mir eingestehen musste, einen Schlussstrich ziehen zu müssen. Das fiel mir unheimlich schwer.

 

Dieser Job war genau, was ich mir zuvor ausgemalt und als Traumjob vorgestellt hatte. Zumindest war er es auf dem Papier. Dass die Realität weit anders aussah, zeigten meine gesundheitlichen Probleme. Über Monate hinweg hatte ich alle Warnzeichen ignoriert und förmlich besinnungslos immer weitergemacht und mich dabei selbst ausgebeutet. (Heute frage ich mich noch immer wofür und vor allem zu welchem Preis? Dank habe ich nie erhalten.)

 

Jetzt, wo ich mich dem Endresultat stellen musste, da mein Körper nichts anderes mehr zuließ, stand ich höllische Angst aus. Für dieses Szenario hatte ich nicht vorgesorgt. Es kam mir nie in den Sinn, dass ich meinen Job aufgeben müsste. Ich fiel ins Bodenlose. – Burnout

 

Die Angst vor dem Neuanfang überwinden – Aber wie?

So eine Situation kann einem alles rauben. Das Selbstbewusstsein geht zuerst, weil man realisiert, dass man nichts mehr hinbekommt. Auch Lebensqualität, Lebensfreude und Zuversicht ziehen sich unaufhaltsam zurück. Zum Schluss scheint auch alle Hoffnung zu verschwinden. Aber das ist das merkwürdige mit der Hoffnung. Man merkt manchmal gar nicht, dass sie noch da ist. Ich habe mal gelesen, wo Tränen sind, ist auch die Hoffnung. Vermutlich ist das so.

 

Es war auf jeden Fall eine extrem harte Zeit für mich und ohne die großartige Unterstützung von besonderen Menschen hätte ich das vermutlich niemals so „gut“ durchstehen können. Ich habe 2 Jahre gebraucht, um wieder wirklich auf die Beine zu kommen und mich normal zu fühlen. Reingeritten habe ich mich in wesentlich kürzerer Zeit, wenngleich so ein Prozess lange bevor man es zum ersten Mal bemerkt beginnt.

 

Doch wie habe ich nun meine große Angst vor dem Neuanfang überwinden können?

Zu Anfang gar nicht. Da bin ich ehrlich. Aber nachdem ich mich mehrfach intensiv mit einem befreundeten Coach unterhalten hatte, fasste ich neuen Mut. Ich entwickelte eine andere Sicht auf meine Situation und begann zu akzeptieren, dass ich mich gegen einen Neuanfang nicht mehr wehren konnte.

 

Am schwersten war es für mich, eine neue Vision zu entwickeln und neue Ziele zu setzen. Das halte ich aber bis heute für elementar wichtig, wenn man einen Neuanfang starten will oder muss. Es ist der erste Schritt in die Zukunft und heraus aus der Angst.

 

5 Schritte gegen die Angst vor einem Neuanfang

In dieser Zeit haben mir die folgenden 5 Schritte geholfen, meine Angst vor dem Neuanfang überwinden zu können.

  1. Beachte und respektiere deine Gefühle

Angst ist ein ganz normales Gefühl, vor allem wenn es um einen Neuanfang geht. Viele unbekannte Dinge kommen auf dich zu. Deine Angst solltest du anerkennen und sie als solche erkennen. Wenn du sie nur ignorierst, wird sie dich vermutlich weiterhin zurückhalten. Indem du deine Angst als Angst benennen kannst, nimmst du ihr bereits einen großen Teil ihrer Macht über dich.

 

  1. Geh durch die Angst

Wovor genau hast du eigentlich Angst? Das ist eine gute Gelegenheit, um dir über deine wahren Gedanken, die hinter der Angst stehen, klar zu werden. Hierfür kannst du eine Liste anfertigen oder einfach mit einer vertrauten Person über deine Angst reden. Oft kann dies bereits sehr viel bewirken, da Irrationales als das erkannt wird.

 

Versuch wirklich die ursprüngliche Ursache für deine Angst vor dem Neuanfang zu identifizieren.

 

  1. Frag dich selbst: Was ist das Beste und was das Schlimmste, was passieren kann?

Es mag banal klingen, aber diese beiden Fragen sind so wertvoll, wie sie nur sein können. Gerade bei Angst vor einem Neuanfang ist die Frage nach dem, was das Beste ist, das passieren kann, unglaublich inspirierend.

 

Indem du dir darüber klar wirst, dass es nicht nur Risiken gibt, sondern auch eine große Chance auf etwas ganz Tolles, wird deine Angst kleiner. Gleichzeitig hilft es, sich zu fragen, was im schlimmsten Falle passieren kann. Meist ist das gar nicht so schlimm, wie wir befürchten. Sobald uns dies rational klar wird, verliert sich die Angst zunehmend.

 

Hierbei solltest du den Realitätscheck nicht vergessen. Aussagen wie: „Das Schlimmste, was passieren kann, ist dass ich verarmt unter einer Brücke hausen und mich von Hundefutter ernähren muss.“, sind nicht sonderlich realistisch und helfen dir kein Stück weiter.

 

  1. Hör auf dein Bauchgefühl

Auf dein Bauchgefühl zu hören ist eine der besten Entscheidungen, die du im Privaten wie auch für dein Business treffen kannst. Ich versuche immer auf mein Bauchgefühl zu hören. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, ist es das vermutlich auch nicht.

 

Als ich damals meinen Job aufgab, wollte ich das zwar überhaupt nicht, aber tief in meinem Inneren habe ich gewusst, dass es der richtige Weg zu diesem Zeitpunkt war. Der Trick dabei ist, zu merken, wann dein Bauchgefühl dir den richtigen Weg zeigen will vs. wann deine Angst dich zurück hält.

 

  1. Erstelle einen Schlachtplan

Mit Sicherheit hörst du nicht zum ersten Mal davon. Du brauchst einen Plan, wie dein weiteres Vorgehen aussieht. Die Vorteile liegen dabei ganz offen:

  • Dein Fokus ist auf die Zukunft gerichtet.
  • Du konzentrierst dich auf konkrete Schritte, die zum Erreichen deines neuen Ziels nötig sind.
  • Die Orientierung hilft dir, deine Angst nicht übermächtig werden zu lassen.

Vielleicht hilft dir mein Beitrag Ziele richtig planen mit der 5 Punkte Agenda.

 

 

Welche Neuanfänge hast du schon gewagt. Wie hast du dabei deine Angst in den Griff bekommen? Hast du Tipps, wie man die Angst vor dem Neuanfang überwinden kann, dann lass einen Kommentar da!

 

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2 Kommentare

  1. Das ist wirklich ein toller Artikel und tolle Tipps! 🙂 Denn oft kann ein Neuanfang so gute Aussichten mit sich bringen und das Leben so sehr verbessern – aber die Angst hält einen oft ab.
    Liebe Grüße,
    Cindy

    • Hallo Cindy,

      vielen Dank.
      Ja ich denke auch, dass die Angst in solchen Momenten unser größter Feind ist.
      Das erlebe ich auch oft in meinen Beratungen. Ängste überwinden und Chancen nutzen ist daher umso wichtiger. 🙂

      Liebe Grüße
      Janine

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