Geld verdienen, Frauen & Werte: Ich diene, ich verdiene
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Geld verdienen: Ein Problem

Vor vielen Jahren, als Selbstständigkeit für mich überhaupt kein Gedanke war, hatte ich ein Problem. Das gleiche Problem haben auch heute noch viele freiberufliche Frauen.

 

Ich habe eigentlich schon immer beraten und gecoacht, wenngleich ich es nicht immer so nannte und mir meine Tätigkeit oftmals gar nicht wirklich bewusst war.

 

Es hat mir einfach schon immer Spaß gemacht, Probleme zu analysieren und passende Strategien für eine Lösung zu finden. Für mich ist Coaching wie das Lösen von Rätseln. Manche haben eine Leidenschaft für Kreuzworträtsel, meine Passion ist das Coachen. Vor allem das Ziele-Coaching ist super spannend und fordert mich immer wieder aufs Neue heraus.

 

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Psychologische Rätsel sind mein Hobby und das war auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kein Geheimnis. Jeder, der ein Problem hatte, welches er nicht bewältigen konnte, kannte meine Telefonnummer.

 

Ich verbrachte viel Zeit mit verschiedensten Leuten, die ich kannte, und deren Problemen. Oftmals waren es Phasen intensiver Kontakte. Doch, wenn das Problem gelöst war, gingen diese Phasen so plötzlich wie sie kamen auch wieder vorüber.

 

Jedes Mal fühlte ich mich vor den Kopf gestoßen, weil ich in dem Glauben lebte, dass es sich hierbei um eine enge Freundschaft handle. Für Freunde tut man sowas schließlich gern. Dafür sind Freunde da.

 

Was ich dabei übersah, war die Tatsache, dass mein Gegenüber unsere Beziehung zu meist anders definierte. Und so kam es, dass mir mein Freundschaftsdienst zwar immer Spaß machte, ich aber von meinen „Freunden“ zunehmend enttäuscht war.

 

Die Erkenntnis kam spät, aber ich erkannte endlich mein Problem

Als diese Enttäuschung ihren Höhepunkt fand, stellte ich gekränkt fest, dass all dies keine freundschaftlichen Beziehungen waren, sondern professionelle. Der Unterschied bestand lediglich in meiner Naivität, mich nicht bezahlen zu lassen für meine Beratungsleistung.

 

Das war der Moment der Erkenntnis, als ich entschied, nie wieder jemanden kostenlos zu coachen. Ich kann mich genau an diesen Tag erinnern und noch heute nachfühlen, wie befreiend sich diese Entscheidung für mich in der Sekunde anfühlte.

 

Plötzlich war diese ganze Enttäuschung weg. Ich ärgerte mich nicht mehr darüber, dass ich diese Beziehungen als Freundschaft empfand, während die anderen das offenbar nicht so sahen. Ab diesem Moment fühle ich mich nicht mehr ausgenutzt. Ich würde es nämlich nicht mehr zulassen.

 

Dass ich mich schlecht fühlte, war nicht die Schuld der anderen, die zu mir kamen um Rat zu suchen, sondern es war meine Schuld. Ich hatte den Fehler gemacht, meine Dienstleistung nicht honorieren zu lassen. Für mich war eine gute Freundschaft der Lohn. Doch dieser wurde nicht ausgezahlt, was dazu führte, dass ich mich schlecht fühlte.

 

Das ist eines dieser großen Probleme, welches Frauen oft haben. Wir glauben, dass unsere Talente nur dann etwas wert sind, wenn es für uns harte Arbeit bedeutet. Ein Hobby oder Arbeit die gar Spaß macht und uns noch dazu leicht fällt, weil wir einfach gut sind, ist für uns oftmals keine echte Arbeit.

 

Welch gewaltiger Fehler!

 

Gutes Geld verdienen, warum nicht?

Eine gute Leistung und echte Arbeit wird nicht dadurch definiert, wie sehr wir sie hassen oder wie schwer sie uns fällt. Ich gehe sogar noch ein Stück weiter und behaupte, ja Arbeit darf Spaß machen.

 

Wer behauptet, dass dein Talent nichts wert ist, wenn es dir leicht fällt, deine Arbeit zu erledigen?

 

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Ist es nicht vielmehr so, dass uns Arbeit genau dann leicht fällt, wenn wir besonders talentiert sind? Wir Frauen sind gesellschaftlich so geprägt, dass wir aus diesem Denkmuster, welche Arbeit etwas wert ist und welche nicht, gedanklich nur schwer heraus kommen.

 

So kommt es, dass viele freiberufliche Frauen für ihre fantastischen Leistungen viel zu wenig Geld verlangen und folglich auch viel zu wenig Geld verdienen. Und es ist sogar noch schlimmer. Denn oftmals fühlen wir Frauen uns sogar schlecht dabei, wenn wir viel Geld verdienen (wollen).

 

Negative Glaubenssätze übers Geldverdienen

Ich persönlich sehe dieses Problem als ein klassisches Frauenproblem. Im Coaching begegnet mir diese innere Blockade bei Klientinnen immer wieder. Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, zu beobachten, wie viele Träume ungelebt bleiben, wie viele Ziele nicht gesetzt und erreicht werden, weil wir Frauen auch heute noch glauben, dass unsere Leistungen nichts oder nur wenig Geld wert sind.

 

Die Hauptursache für dieses Problem sehe ich vor allem in negativen inneren Glaubenssätzen und Selbstzweifeln. Wobei Selbstzweifel natürlich negative Glaubenssätze begünstigen. Glaubenssätze sind wie innere Regeln. Sie bestimmen ein Stück weit, wie wir unsere Welt wahrnehmen und somit auch, welche Wahrheiten zu unserer inneren Welt werden.

 

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Wenn du also glaubst, dass du es nicht verdienst, mit deinen Talenten Geld zu verdienen, dann ist diese Überzeugung nichts anderes, als ein limitierender innerer Glaubenssatz und somit eine psychische Blockade.

 

Gleichzeitig ist dieses Problem vollkommen egozentriert. Dein Glaube, mit deiner Arbeit kein Geld verdienen zu dürfen, leitet sich nicht rational ab. Vielmehr ist deine Perspektive angstmotiviert.

 

Aufgrund deiner eigenen Selbstzweifel bist du es dir nicht wert, mehr Geld zu verdienen. Das hat aber nichts damit zu tun, was andere über deine Arbeit denken, oder welchen großen Mehrwert du für andere tatsächlich leistest.

 

Wieso sollte deine herausragende Arbeit, mit welcher du anderen eine große Hilfe im Leben bist, nichts oder nur wenig wert sein?

 

Wer stellt solche Regeln auf? Letztlich bist das DU. Du entscheidest, was du dir wert bist. Und genau mit dieser Entscheidung entscheidest du auch darüber, wie viel Geld du verdienst.

 

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Ich sage nicht, dass du dir nur lange genug einreden musst, eine Million Euro wert zu sein und du diese dann in kürzester Zeit definitiv verdienst. So funktioniert es in meinen Augen nicht. Ziele erreichen fordert dir immer einiges an Leistung ab.

 

Was ich damit sagen will, ist, dass du dir das Geld, was du verdienen willst selber wert sein musst. Ansonsten wirst du es erst gar nicht verlangen.

 

Um mehr Geld verdienen zu können, musst du mehr verlangen

Man bekommt stets, wonach man verlangt. Wenn du mehr möchtest, dann musst du nach mehr verlangen. Das Interessante daran ist, dass man stets nach dem verlangt, was man sich selber wert ist und wovon man glaubt, es zu verdienen.

 

Aus diesem Grunde sind blockierende negative innere Glaubenssätze so gefährlich, wenn du deine Ziele erreichen willst.

 

Unsere negativen Glaubenssätze sind uns selten bewusst. Meist tarnen sie sich als vermeintlich allgemeingültige Regeln.

 

Als ich vor längerer Zeit selbst im Coaching war, ging es auch um das Thema Geld verdienen. Ich sagte, dass ich als absoluter Anfänger ja nicht so viel Geld verdienen kann.

Mein Coach fragte mich: Warum? Wer sagt das?

 

Und natürlich hatte er recht mit dem, was er sagte. Ich hatte diese Regel festgelegt und niemand sonst. Auf diese Weise habe ich mich selbst sabotiert.

 

Heute lebe ich einen anderen Glaubenssatz.

Ich diene und deswegen verdiene ich.

 

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Ich diene anderen Frauen, die mit ihren Schwierigkeiten und Problemen zu mir kommen und mit meiner Hilfe Schritt für Schritt zur Lösung gelangen.

 

Was ist das Lösen eines Problems wert? Das lässt sich pauschal nicht sagen und kommt natürlich immer auf den Grad des Leidensdrucks an. Doch wenn du dir und dem was du dir wert bist, konstant treu bleibst, wirst du genau die Kunden anziehen, die dich brauchen und welche du brauchst.

 

Ich diene, ich verdiene

 

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