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Finanzielle Unabhängigkeit: Mein Plädoyer

Nach meinem letzten Beitrag über passiv Geld verdienen für Einsteiger möchte ich das Thema noch etwas weiter ausführen. Für mich ist finanzielle Unabhängigkeit, welche ich mit finanzieller Freiheit gleichsetze das Ziel schlechthin. Viele haben sich finanzielle Unabhängigkeit als Lebensziel gesetzt, doch ist es einfach nicht so leicht zu erreichen, wie man möglicherweise denkt.

 

Es gibt 1000 und mehr Ratgeber, Internetseiten und selbsternannte Gurus zum Thema finanzielle Freiheit und dennoch rennen die meisten von uns täglich ihre Runden im selbsterschaffenen Hamsterrad. Klar, der Hamster wird gefüttert, aber dennoch läuft er im Kreis und bewegt sich keinen einzigen Schritt vorwärts. Damit ist im Grunde auch schon das Prinzip von klassischer Erwerbsarbeit in meinem Verständnis erklärt.

 

Der Hamster läuft sein Leben lang im Kreis

Der monatliche Lohn ist das Futter für uns kleine Hamster, damit wir auch morgen wieder fleißig im Rad unsere Runden abrennen, während wir uns liebend gern darüber hinwegtäuschen, dass wir auf der Stelle treten und das meist über 40 wertvolle Lebensjahre lang.

 

Klingt irgendwie nicht so optimistisch? Irgendwie vielleicht auch deprimierend? Ja, ich finde dieses Modell auch deprimierend und da wären wir auch sofort wieder beim Thema: Wer kennt jemanden, der voller Überzeugung in die Welt schreit „Ich liebe meinen Job, ich gehe jeden Tag voller Energie und Freude zur Arbeit und mein Leben ist perfekt, so wie es ist!“? Ich bin ehrlich, ich kenne keinen, der dies je herausbrüllen würde, es sei denn aus purer Ironie, was die Sache natürlich nicht besser macht.

 

Folglich ist es kein Wunder, dass viele, die sich nicht komplett aufgegeben haben, nach einem zufriedenstellenden Ausweg Ausschau halten und meist beim Schlagwort finanzielle Unabhängigkeit landen.

 

Finanzielle Unabhängigkeit – Was soll das überhaupt sein?

Doch was bedeutet dieses Konstrukt überhaupt? Finanzielle Unabhängigkeit klingt zunächst so einfach, leicht und unbeschwert. Tatsächlich denke ich genau dieses Lebensgefühl zu erreichen, wenn ich es irgendwann mal geschafft haben sollte, mich gegen alle Widrigkeiten durchzusetzen und finanzielle Freiheit zu genießen.

 

Fakt ist aber, dass ich lange überlegt, recherchiert und mir Gedanken gemacht habe, um zu verstehen, was finanzielle Unabhängigkeit für mich persönlich heißt.

 

Ich denke, es ist wie mit der Selbstverwirklichung: Es kommt auf den Blickwinkel und die eigene Definition an, was man darunter genau versteht und wie man schließlich sein Leben gestalten möchte.

 

Zunächst war ich davon ausgegangen, dass ich allein mit einem hohen Einkommen meine finanzielle Freiheit erreichen kann. Vermutlich ist das in gewisser Weise auch möglich, nur würde ich dann immer noch im Erwerbssystem verankert sein und (was noch viel schlimmer ist) grundlegend von der Erwerbsarbeit abhängig.

 

Warum ist das für mich schlimm?

Ich hatte schon in meinem Beitrag Ich selbst sein, Familie & Work Life Balance darüber geschrieben, dass man in einem großen Abhängigkeitsverhältnis lebt, wenn man sich zu 100 Prozent auf die Erwerbsarbeit stützt. Aus diesem Grunde ist für viele eine Kündigung auch ein kleiner bis riesengroßer Weltuntergang. Sie sind grundlegend abhängig vom monatlichen Gehalt.

 

Wenn wir ehrlich sind, ist das auch der einzige Grund, warum wir überhaupt jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen. Wenn wir finanziell nicht so sehr darauf angewiesen wären, würden wir doch lieber unseren Hobbys nachgehen, die Zeit mit unserer Familie verbringen, bei Sonnenschein spazieren gehen oder einen Wellnesstag einlegen. Das Einzige, was uns ins Büro treibt, ist das Wissen darum, dass wir vom Job (=Gehalt) existenziell abhängig sind.

 

2 gute Gründe

Mir persönlich behagt dieser Gedanke aus 2 Gründen heraus nicht.

  1. Ich lebe unbewusst in ständiger Angst, was wäre, wenn ich diesen existenzsichernden Job verliere?
  2. Während ich für andere (den Chef, Inhaber etc.) meine wertvolle Zeit zu einem vermutlich schlechten Wechselkurs gegen Geld tausche, habe ich keine Zeit, an meiner finanziellen Unabhängigkeit zu arbeiten. Das System hält mich also im System fest.

 

Mein Langzeitziel finanzielle Freiheit

Aus diesen Gründen ist es mein langfristiges Ziel, mich aus diesem System zu verabschieden und meine finanzielle Freiheit zu genießen. Wenngleich ich mit einem hohen Einkommen (was ich erstmal irgendwo her bekommen müsste) und einer guten Sparmoral sicher früher oder später ein ansehnliches Geldpolster aufbauen könnte.

 

Doch würde mich dies in die finanzielle Unabhängigkeit führen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es ist nur so eine Vorstellung, die ich zu Beginn von der Funktionsweise der finanziellen Unabhängigkeit hatte.

 

Vorteile finanzieller Unabhängigkeit

Heute sehe ich finanzielle Unabhängigkeit als etwas viel Weitreichenderes. Sie ist für mich mehr als etwas, was durch ein hohes Einkommen bestimmt wäre.

 

Finanzielle Freiheit hängt für mich heute direkt und unmittelbar mit einem passiven Einkommen zusammen. Warum sehe ich das so?

 

Im Vergleich zu der Variante „Finanzielle Unabhängigkeit durch hohes Einkommen aus Erwerbsarbeit“ bietet finanzielle Freiheit durch passives Einkommen den Vorteil, dass ich mich nicht mehr im System verankern muss, wenn ich das nicht will.

 

Gleichzeitig hält diese Variante den Vorteil bereit, dass du im Hinblick auf die Steuer flexibler bist. Bei einem hohen Einkommen, wird dir die Steuer abgezogen und das war es. Bei passivem Einkommen bestehen grundsätzlich mehr Möglichkeiten, Einsparungen vorzunehmen. Ein guter Steuerberater würde sich in diesem Falle empfehlen.

 

Ein weiterer Vorteil, den die finanzielle Unabhängigkeit mit sich bringt: Ich kann meine Zeit frei einteilen. In meinen Augen ist Zeit der wesentliche Faktor, wenn es um Reichtum oder Luxus geht. Das mag abgedroschen klinken, aber Zeit ist die einzige Ressource, die sich unwiederbringlich erschöpft im Laufe unseres Lebens.

 

Jede einzelne Sekunde unseres Lebens ist einzigartig und wird, sobald sie vorübergegangen ist, nie wieder kommen oder zurückholbar sein. Sie ist vorbei.

 

Nutze den Tag – Carpe Diem

Carpe Diem scheint zwar ein uralter, verstaubter und vor allem inflationär verwendeter Begriff zu sein, doch behält er für mich absolute Aktualität über jede Zeit hinweg. Wer den Tag nicht nutzt, verschwendet ihn. Und auch wenn es mir nicht jeden Tag gelingt, dieses Prinzip voll zu leben, so bin ich mir dennoch dessen bewusst, dass auch dieser Tag einmalig ist und nie wieder kommen wird.

 

Folglich ist finanzielle Unabhängigkeit für mich mehr als das bloße Streben danach, viel Geld anzuhäufen, um mich sicherer zu fühlen. Das ist viel zu kurz gegriffen. Das Erstrebenswerte an finanzieller Unabhängigkeit ist die freie Zeit, die sie einem verschafft und welche die wahre wertvollste Sache überhaupt darstellt.

 

Jetzt muss ich nur noch den Sprung in die finanzielle Unabhängigkeit schaffen. 😉 Wenn du wissen willst, ob und wie ich das hinbekomme, bleib unserem Blog treu. Ich halte dich mit weiteren inspirierenden Beiträgen über meine Gedanken, mein Leben und meine Erfolge sowie auch Misserfolge auf dem Laufenden.

 

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2 Kommentare

  1. Liebe Janine,
    sehr sehr schöner Blog und wundervolles Thema! Finanzielle Unabhängigkeit heißt ja auch, mal seine Glaubenssätze und Einstellung zum Thema Finanzen zu überdenken und ziemlich wahrscheinlich zu ändern… Allein schon die Affirmation “Geld ist im Überfluss vorhanden. Mir mangelt es an nichts.” (So ähnlich gefunden bei Louise Hay) bewirkt ein tolles Gefühl der Unabhängigkeit.
    Freue mich auch darauf euch weiter zu folgen und bin gespannt auf die Themen, die noch kommen!!
    Alles Liebe – Namasté
    Deine Lotte

    • Liebe Lotte,

      danke für deinen netten Kommentar. Es freut mich, wenn es dir bei uns gefällt. Ich kann dir nur zustimmen. Dein Zitat bringt die Sache auch voll und ganz auf den Punkt. 🙂
      Schön, dass du bei uns vorbei geschaut hast! Wir können also beide gespannt bleiben auf unsere jeweils nächsten Beiträge. 😉

      Liebe Grüße
      Janine

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