Die Kunst der Selbstmotivation
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Die Kunst der Selbstmotivation beherrscht derjenige, der seine eigenen Gefühle den bevorstehenden Aufgaben und Zielen gegenüber jederzeit anpassen kann.

Motivationsmangel im Alltag

Unmotiviert hat sich jeder schon mal gefühlt. An manchen Tagen fällt es einfach besonders schwer, sich für seine Arbeit zu begeistern oder die Hausarbeit zu erledigen. Vor allem im Büro kann einen der Motivationsmangel zuweilen eiskalt erwischen. Meist ist das dann der Fall, wenn der Chef mit Aufgaben aufwartet, die einen so gar nicht ansprechen.

 

Mich konnte man immer mit Telefonlisten und Kaltakquise in den Wahnsinn treiben. Für diese Aufgaben muss man gemacht sein. Es liegt definitiv nicht jedem, am Telefon total überzeugend rüber zu kommen. Vor allem dann nicht, wenn man selbst jemand ist, der ungebetene Anrufe ablehnt. Ja ich gestehe: Ich gehöre zu dieser Kategorie.

 

Wenn jedoch die Motivation im Job dauerhaft auf sich warten lässt, liegt das nicht selten an einer mangelnden Identifikation mit dem Arbeitsgeber und / oder der auszuübenden Tätigkeit. Je nachdem, wie glücklich jemand mit seinem Job ist, trifft im schwersten Falle beides zu.

 

Wenn man dennoch, aus welchen Gründen auch immer keinen Arbeitgeberwechsel in Erwägung zieht und sich nicht jeden Tag motivationsfrei durch die Arbeit quälen möchte, gibt es hier und da durchaus ein paar Motivationshilfen, die der Selbstmotivation auf die Sprünge helfen können.

 

Natürlich sind diese auch hilfreich, wenn man selbstständig ist und sich in einer motivationslosen Phase befindet. Solche Phasen können immer mal wieder auftauchen. Vor allem, wenn man allein arbeitet, ist es hart, sich immer wieder aufs Neue selbst zu motivieren. Wirkungsvolle Tricks sind mir daher immer willkommen.

 

Was uns motiviert (und was nicht)

Im täglichen Tun merken wir im Normalfall recht schnell, was unserer Selbstmotivation gut tut und was eher nicht. Ich persönlich bin ein großer Freund von Orientierung und Struktur. Wenn ich weiß, wo mein Weg zum Ziel verläuft, motiviert mich das wesentlich mehr, als wenn ich das kreative Chaosgenie gebe. Ohne Struktur verliere ich mich schnell in einem unübersichtlichen Berg von Aufgaben und Erledigungen.

 

 

Daher ist der erste wichtige Punkt für meine Selbstmotivation:

  1. Ziele definieren

Es ist bereits ein alter Hut und für so viele Themen neben der Selbstmotivation relevant, aber eine klare Definition der Ziele ist das A und O. Wenn du nicht weißt, warum du etwas tust, kannst du nur wenig Motivation für deine Aufgaben aufbringen.

 

Daher lohnt es sich auf jeden Fall, sich die eignen Ziele bewusst zu machen und klar zu umreißen. Wenn dir bereits dazu ein bisschen die Motivation fehlt, plane einen Termin für diese Aufgabe ein. Gerne kannst du dich dem Ganzen bei einem guten Glas Rotwein am Abend stellen. Für mich bekommen Dinge, die ich eher aufschiebe dadurch einen entspannten Charakter. Vielleicht fällt dir das kreative Brainstormen dann auch leichter. 😉

 

  1. Ziele fokussieren

Ebenfalls ein Evergreen, der nie an Aktualität verliert, ist das Fokussieren des Ziels. Um Erfolg zu haben und um motiviert bei der Stange zu bleiben, musst du dein Ziel stets im Auge behalten.

 

Ein positiver Nebeneffekt besteht darin, dass du dich weniger von den wichtigen Aufgaben zur Erfüllung deines Ziels ablenken lässt und damit deine Effizienz steigerst.

 

  1. Genauen Überblick über die einzelnen Schritte verschaffen

Um stetig auf Kurs zu bleiben, musst du diesen natürlich kennen. Das wiederum setzt voraus, dass du einen Plan erstellt hast, der dir anzeigt, wie deine Teilschritte aussehen und in welcher Reihenfolge diese abgearbeitet werden sollten.

 

Mit deinem Plan wirkst du aktiv der Orientierungslosigkeit entgegen und schaffst eine Struktur für dein Handeln. Gleichzeitig reduzierst du die Wahrscheinlich von Aufschieben. Aufschieben kommt meist dadurch zustande, dass wir Sinn und Zweck einer Aufgabe nicht deutlich sehen.

 

  1. Das gewünschte Resultats visualisieren

Nichts ist so demotivierend, wie sein Ziel nicht zu sehen. Auch, wenn dein Endziel noch in weiter Ferne ist und du einige Zwischenschritte abarbeiten musst, hilft es, das Resultat zu visualisieren. Alles wird zweimal geschaffen. Einmal im Geiste und einmal in der Realität.

 

Du stellst dir dein Ziel mit allem drum und dran vor. Du kannst sogar den Farbton der Wand haargenau bestimmen, so sehr bist du an deinem Ziel angekommen. Spitzensportler nutzen die Visualisierungstechnik, um sich mental auf Wettkämpfe vorzubereiten. Was für Leistungssportler funktioniert, kann für uns ja nicht so falsch sein.

 

  1. Inspiration

Auch wenn du alle bisherigen Punkte beherzigst, kann es Tage geben, an denen dir die Selbstmotivation abhanden kommt. Tage, an denen sich Selbstzweifel breit machen, sind normal. Du solltest nur am Ball bleiben und dich von so einem Motivationstief nicht aufhalten lassen. Passend ist an dieser Stelle mein Beitrag Schlechte Tage überstehen.

 

Wenn du merkst, nichts hilft mehr, dann ist es besser, wenn du dir einen Tag Pause nimmst. Sich zu etwas zu zwingen ist selten erfolgsbringend. Nutze die Zeit lieber, um dich inspirieren zu lassen. Was für dich eine Quelle der Inspiration ist, musst du aber selbst herausfinden. Das ist für jeden individuell.

 

  1. Negative Glaubenssätze abschalten

Hörst du auch ab und zu dieses kleine Stimmchen in deinem Kopf, das dir einzureden versucht, dass du das nicht packen wirst, oder dass du etwas schlecht machst? Negative Glaubenssätze kennt vermutlich jeder. Im Grunde lässt uns hierbei unser Selbstbewusstsein etwas im Stich. Zu dem Thema kannst du in meinen Beiträgen 6 Faktoren, die dein Selbstbewusstsein prägen, Selbstbewusstsein stärken und erfolgreich sein sowie Die Psychologie des Erfolgs nachlesen.

 

Wichtig ist auf jeden Fall, dass du dir nicht selbst im Wege stehst, indem du dir demotivierende Glaubenssätze zuflüsterst.

 

  1. Belohnung für Teilziele

Was ich als wichtig erachte, um Selbstmotivation zu erhalten, ist sich selbst zu loben und für erreichte Teilziele zu belohnen. Auf diese Weise nimmst du auch zwischendurch immer mal ein gutes Gefühl mit und musst nicht bis zum finalen Ziel warten.

 

Wenn ich merke, dass ich beim Schreiben hänge und die Motivation sich langsam aber sicher verabschiedet, überlege ich mir, was ich jetzt lieber machen würde. Anschließend setze ich mir ein Ziel und belohne mich nach Erreichen des Ziels mit dem, was ich lieber getan hätte.

 

Das Ganze sieht dann meist so aus: Puh, ich habe grad keine Ideen mehr. Ich würde viel lieber bei einer Runde Yoga entspannen und abschalten. Ok, ich schreibe noch 3 weitere Seiten und danach nehm ich mir Zeit für Yoga.

 

  1. Strikte Deadline

Manche Menschen funktionieren angeblich unter Druck am besten. Egal welcher Typ du bist, ein bisschen Druck brauchen wir alle, um letzten Endes auch am Ziel anzukommen. Eine fixe Deadline kann helfen, nicht ins Trödeln zu kommen (Thema Aufschieben!).

 

Wenn wir zu viel Zeit für etwas haben bzw. eine Aufgabe nicht in näherer Zukunft fertig werden muss, neigen wir dazu, diese immer weiter nach hinten zu schieben, bis wir sie gar nicht mehr im Blick haben. Darum kann das Setzen einer Deadline eine große Hilfe sein.

Ich persönlich arbeite gut und gerne mit Deadlines, sie helfen mir definitiv das Aufschieben zu vermeiden. 😉

 

Dein Unterbewusstsein – Das Selbst in der Motivation

Natürlich sind das alles kleinere und größere Tricks um unser Unterbewusstsein auf unsere Seite zu bringen. Selbstmotivation ist eine Kunst, die eigene Einstellung zu anstehenden Aufgaben zu verändern. Die positiven Aspekte werden in Form eines Ziels und mittels Belohnungen ins Zentrum gerückt, wobei der negative Part möglichst außen vor gelassen wird.

 

Das eigene Unterbewusstsein neu auf eine Art von Aufgaben zu programmieren, ist in meinen Augen für eine langfristige Selbstmotivation und das erfolgreiche Durchhalten bis zu Ziel von unabdingbarer Wichtigkeit. Sich jeden Tag zu etwas zu zwingen, was man eventuell sogar hasst, wird höchstwahrscheinlich keinen Erfolg bringen. Zumal man sich dabei einfach miserabel fühlt. Selbstmotivation ist unter solchen Bedingungen nahezu unmöglich.

 

Deshalb ist es von großer Bedeutung die eigene Einstellung zur Arbeit und zu den damit verbundenen Aufgaben emotional in eine positive Richtung zu verändern. Das gelingt, indem man für sich selbst, das Positive herauskristallisiert.

Denn mit deinen Gedanken erschaffst du deine Realität.

 

 

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4 Kommentare

  1. Hallo Janine, ein schöner Beitrag in dem man sich schnell wiederfindet😊
    Ich muss mich auch öfters motivieren. Mir schweben viele Dinge im Kopf herum und dann sitzt man da und hat doch keinen Elan mehr🙈
    Aber man wird besser mit gewissen Strategien.
    liebe Grüße Eileen

    • Hallo Eileen,

      dankeschön! Ich kenne es auch nur zu gut, wie du es beschreibst. Man hat sooo viele Pläne und wenn es ans Eingemachte geht, verlässt einen plötzlich die Motivation. Darum finde ich es auch gut, Strategien zu haben, die einen über diese Phase hinwegbringen. 🙂
      Liebe Grüße
      Janine

  2. Hallo Janine,
    Ich denke, dass für die Motivation vor allem im beruflichen Alltag eine riesen Rolle spielt, ob wir etwas gerne machen. Ich persönlich mag meine Arbeit und es fällt mir nicht besonders schwer mich morgens auf den Weg zu machen. Zweitens hast du vollkommen Recht, man soll schon wissen, wieso wir etwas tun – Ziele sind das A und O. Ein toller Artikel! Sehr motivierend :-).

    Liebe Grüße
    Alicja

    • Hallo Alicja,

      dankeschön.
      Das ist eines meiner liebsten Themen. Ziele erreichen und Motivation macht einfach Spaß.
      Dass du deinen Job magst, ist sehr wertvoll. Ich finde es immer sehr schade, wenn man sich früh in die Arbeit quälen muss. 😉

      Liebe Grüße
      Janine

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