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Woher weiß ich, dass die Zeit für eine Lebensveränderung gekommen ist?

Das ist meistens gar nicht so leicht zu erkennen. Vor allem, wo man eine Veränderung (noch dazu eine Lebensveränderung) gerne vor sich herschiebt oder komplett verdrängt. Ich sehe mich dabei gar nicht als Ausnahme, eher im Gegenteil: Ich schreibe aus Erfahrung!

 

Damit ich den Hintern hochkriege, muss er mir schon auf Grundeis gehen. Ja ich gestehe, ich verdränge dringende Veränderungen gerne. Dabei habe ich mich schon selbst öfter gefragt: Warum mache ich das überhaupt?

 

Vermutlich ist es die Angst vor dem, was kommt und wovon ich noch nichts kenne. Daher kann ich auch noch nicht entscheiden, ob es mir gefällt oder nicht. Nur werde ich das nie herausfinden, wenn ich es nicht anpacke.

 

Ne blöde Pattsituation!

 

Nun, wie ich bereits in meinem Beitrag Warum Selbstverwirklichung Mut braucht beschrieb, habe ich vor einiger Zeit beschlossen, kein Feigling mehr zu sein. Mit dieser Entscheidung habe ich bis heute mich selbst etwas glücklicher gemacht und fühle mich seither auch insgesamt besser. Ich denke, es tut immer gut, wenn man die Kontrolle über sein Leben wieder in die eigene Hand nimmt. Verantwortung abzugeben ist zwar einfach, aber es macht dich auf Dauer nicht glücklich.

 

Lebensveränderung: Woher weiß ich, wann es Zeit ist, die Dinge in die Hand zu nehmen?

Vermutlich, wenn sich dein Unterbewusstsein immer lauter meldet und du dich unzufrieden fühlst. Damit meine ich nicht einen Tag, an dem du mal schlecht gelaunt bist. Das kommt vor, ist normal und ist sicher kein Weckruf deiner Psyche.

 

Vielmehr solltest du Phasen stetiger Unzufriedenheit nicht achtlos links liegen lassen, sondern einmal genauer hinsehen, was dein Gemüt dir da versucht zu sagen.

  • Was macht dich unzufrieden oder unglücklich?
  • Warum macht es dich unzufrieden oder unglücklich?
  • Hast du eine Alternative oder die Möglichkeit etwas zu verändern?
  • Wenn ja mit welchem Aufwand und in welchem Zeitrahmen?
  • Welche Schritte sind für deine Lebensveränderung zum Guten notwendig?

 

Das sind Fragen, die dich sicherlich deiner Lösung näher bringen können.

 

Wenn du dir jetzt denkst, also die dritte Frage beantworte ich mal eben mit nein und das Problem ist gelöst, dann muss ich dich enttäuschen. Du wirst dann weiterhin unzufrieden sein und mal ganz ehrlich, es gibt doch immer eine Lösung. Eventuell bist du aktuell nur nicht bereit, die Konsequenzen zu ziehen.

 

Wenn das der Fall sein sollte, kannst du dir im Grunde die gleichen Fragen nochmal stellen, nur mit dem Schwerpunkt, warum du dir die Lebensveränderung im Moment nicht zutraust. Hierbei solltest du auch checken, ob echte Gründe dagegen sprechen, oder es eher Ausreden sind. Bzgl. Ausreden kannst du auch in meinem oben benannten Beitrag Warum Selbstverwirklichung Mut braucht nachlesen.

 

Dein 5-Jahresrückblick

Manchmal vergeht die Zeit wie von allein, aber du kommt dennoch nicht so wirklich vom Fleck. Große Unzufriedenheit oder Unglück verspürst du dabei nicht und dennoch fehlt dir einfach was. Du bist eventuell ruhelos ohne zu wissen, wonach du suchst. Vielleicht lenkst du dich sogar mit Aktivitäten, Freunden und Konsum ab. Dennoch stupst dich hier dein Unterbewusstsein an und versucht dir etwas zu sagen.

 

Ich finde es in solchen Momenten noch schwieriger auf den Kern der Ursache zu kommen, da ein wirkliches Problem oder ein tatsächlicher Störfaktor nicht vorzuliegen scheint.

 

Jetzt ist es Zeit für eine umfassende Analyse.

Schonungslos, ehrlich und zielorientiert.

Doch wie stellst du das am besten an?

Wenn du ein Mensch bist, der in Bewegung ist und für den Stillstand den innerlichen Tod bedeutet (so wie für mich), dann ist die mangelnde persönliche Entwicklung für dich ein Problem, das du lösen solltest.

 

Sicher hast du auch verschiedene Bilder in deinem Kopf, wie du dir dein ideales Leben vorstellst. Bei mir kommen dabei zwangsläufig immer Palmen vor. Aber nicht, weil ich unbedingt in der Karibik leben will, sondern (wie ich herausgefunden habe) weil Palmen für mich ein Symbol für Ruhe, Entspannung und ein selbstbestimmtes Leben sind. Man könnte es auch Urlaubsfeeling im Alltag nennen. Vermutlich hat mich Tim Ferris mit seinem Buch die 4-Stunden-Woche an dieser Stelle zu stark beeinflusst. 😉

 

Ich bin der festen Überzeugung, dass mein Leben zu kurz und zu wertvoll für mich ist, um dass ich es 8 Stunden am Tag für das Wohl und den Erfolg von anderen leben möchte. Da bin ich doch lieber wirklich produktiv und lebe MEIN Leben.

 

Nun aber zurück zum Thema. 😉

Jeder hat eine Vorstellung von dem, was er sich wünscht. Warum solltest du dich nicht daran orientieren, anstatt den Wünschen und Erwartungen anderer gerecht zu werden? Wenn du dir also deine letzten 5 Lebensjahre ansiehst, kannst du einiges daraus ableiten.

Du kannst dir die folgenden 3 Fragen stellen:

  • WILL ich das?
  • Will ich DAS?
  • Will ICH das?

 

Auf den ersten Blick sehen alle drei Fragen identisch aus. Aus diesem Grunde habe ich den wichtigen Aspekt hervorgehoben. In Wahrheit treffen diese drei Fragen fundamental den Kern einer jeden Lebensentscheidung und du kannst mit der Beantwortung deinen Lebenssinn neu ausrichten oder ganz neu definieren.

 

In der ersten Frage geht es um das wollen. Willst du das überhaupt? Bist du mit deinen vergangenen 5 Jahren zufrieden, oder hat sich alles irgendwie doch ganz anders entwickelt, als du es wolltest?

 

Die zweite Frage bezieht sich auf das, was du tust und wie deine Lebensumstände sind. Stehst du heute an einem Punkt, zu dem du überzeugt Ja sagen kannst? Hattest du dich genau für dieses Leben entschieden oder bist du zwischendurch von deinem Weg abgekommen? Dann wäre eine Lebensveränderung auf jeden Fall nötig.

 

Auch die dritte Frage ist eine sehr zentrale. Möchtest du das alles überhaupt, oder hast du eher die Wünsche und Erwartungen anderer erfüllt? Auch wenn du diese Frage mit ja beantwortest, solltest du eine Lebensveränderung in Betracht ziehen.

 

Nimm ruhig deine Wunschbilder her und zieh ein paar Vergleiche. Natürlich solltest du den Realitätscheck nicht vergessen. Erinner dich dabei an mein Palmen-Karibik-Beispiel. Manche Bilder kannst du als Symbole für ein Gefühl, nach dem du dich sehnst, interpretieren. So kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dauerhaft in der Karibik zu leben. Daher würde es gar keinen Sinn machen, diesem Bild als realem Ziel nachzueifern. 😉

 

Wenn du nun ehrlich zu dir warst und deine Hausaufgaben gemacht hast, wirst du sehen, ob du noch auf Kurs bist, oder ein Kurswechsel nötig geworden ist. Da du aber bereits die Mühen auf dich genommen hast und dich mit den Fragen auseinandersetzt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du insgeheim schon weißt, dass du reif für eine Lebensveränderung bist. Jemand der rundum glücklich ist, fragt sich nicht, ob er glücklich ist. Er ist es einfach.

 

Darum vertrau dir selbst und pack es an!

Du hast nur das eine Leben.

 

PS: du musst auch nicht 5 Jahre warten um etwas zu verändern. 😉 Wenn du merkst, dass die Zeit für eine Lebensveränderung da ist, dann mach es.

 

 

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