2 Arten von Motivation - Welche macht dich erfolgreich?
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Motivation ist nicht gleich Motivation

Was zunächst komisch klingt, hat einen sehr spannenden Kern. Wenn man erstmal den Unterschied zwischen den beiden Arten der Motivation kennt und die unterschiedlichen Wirkungsweisen auf uns und unseren Erfolg verstanden hat, ist es möglich, diese ganz bewusst für sich zu nutzen.

 

Doch zunächst stellt sich die Frage: Was hat es mit der Motivation überhaupt auf sich? Meist fühlen wir uns motiviert oder auch nicht. Schwarz-Weiß, keine große Wissenschaft und vor allem merken wir selbst ganz genau, ob uns eine Aufgabe anspricht oder nicht.

 

Was wir eher weniger ins Auge fassen, ist die Tatsache, dass wir uns dabei bereits auf der Metaebene befinden. Es handelt sich schon unmittelbar um die spürbaren Auswirkungen der Art und Weise, wie wir motiviert sind. Und hier kommt mal wieder das liebe Unterbewusstsein ins Spiel. Bei Themen, wie Motivation, Selbstvertrauen oder Erfolg (um nur ein paar zu nennen) ist es kaum wegzudenken und hat einen oft unterschätzten Einfluss auf unser Denken sowie Handeln.

 

Die Art, wie wir motiviert sind und vor allem was uns motiviert, hat weniger mit unseren bewussten Entscheidungen zu tun, als wir vielleicht glauben. Vielmehr sitzt unser Unterbewusstsein an den Steuerreglern und lenkt uns unmerklich in die eine oder andere Richtung. Und wie es so oft der Fall ist, liegen unserer unbewussten Einstellung zur Motivation persönliche Erfahrungen und daraus ableitbare Wertvorstellungen zugrunde. Dabei ist nicht zu negieren, dass auch der eigene Charakter Einfluss darauf hat, für welche Art der Motivation wir uns entscheiden.

 

So haben wir prinzipiell immer zwei Möglichkeiten zur Wahl. Wer beispielsweise in Armut aufwächst, kann sich entweder zu Reichtum hinmotiviert fühlen oder von Armut weg. Das mag auf den ersten Blick auf das Selbe hinauslaufen, macht aber im Hinblick auf den persönlichen Erfolg einen großen Unterschied. Darauf gehe ich etwas später ein.

 

Hinmotivation und Wegmotivation

Vielleicht hast du von diesen beiden Arten der Motivation schon gehört. Ich hatte bereits vor einigen Jahren das erste Mal Kontakt mit diesem Konzept der Motivation. Damals schrieb ich grade an meinem Diplom und wollte eigentlich nur ein paar einfache und schnelle Tricks, wie ich nicht nur effektiver, sondern vor allem effizienter schreiben kann. Zeitmanagement beim Schreiben, wenn man es so will. Dazu hatte ich nicht wirklich etwas für mich Erfolgreiches gefunden, dafür lernte ich aber etwas Neues über Motivation.

 

Da das wissenschaftliche Schreiben eher mühselig ist, war dieses Thema für mich sogar noch brennender. Dabei begriff ich, dass ich es mir selbst etwas schwer machte. Meine Motivation bestand darin, so schnell wie nur möglich fertig zu werden, um das teils sehr langweilige Bücherwälzen los zu sein.

 

Anstatt also weiter meiner Diplomarbeit entkommen zu wollen, versuchte ich mich dadurch zu motivieren, bald meinen gewünschten Abschluss zu haben. Es half mir bedingt und es fiel mir an einigen Tagen trotzdem schwer, mit Engagement zu schreiben, aber ich habe es dennoch hinbekommen. Statt Hausarbeit zu erledigen, um mich vor meiner Arbeit zu drücken, habe ich zumindest die Motivation gefunden, mich konsequent ans Schreiben meines Diploms zu machen.

Motivation ist ein Prozess

 

Heute bin ich davon überzeugt, dass man jede Technik erstmal üben muss, bevor sie für einen gut funktioniert. Ich sehe Motivation als einen geistigen Prozess, den ich bewusst kontrollieren kann (wenn ich es möchte). Dies ist vor allem beim Setzen meiner Langzeitziele für mich elementar geworden. Erfolg braucht gute Vorbereitung und so bereite ich mich auch im Hinblick auf meine Motivation vor.

 

Wie mache ich das?

Sicher hast auch du schon mal ganz bewusst Ziele definiert und diese natürlich auch erreichen wollen. Zwangsläufig kommen Gedanken in den Kopf, wie man diese Ziele erreichen kann und was man dafür tun möchte.

 

Das ist aber nur ein Teil des Ganzen. Wichtig ist nämlich auch, wie du dein Ziel formulierst. Ein immer beliebtes Thema ist: Ich möchte viel Geld verdienen. Das ist an sich schon mal ein Ziel. Jeder stellt sich hierbei eine andere Summe X vor, aber das Ziel ist das gleiche. Ziele und Motivation sind dabei ganz eng miteinander verbunden. Du hast immer eine Motivation, die dich diesen Wunsch (Ziel) überhaupt erst haben lässt. Deswegen ist es wichtig, im zweiten Schritt zu schauen, wie deine Motivation aussieht.

 

Möglichkeit 1: Hinmotivation

Ich will viel Geld verdienen, weil ich ein eigenes Spa (oder anderes Business) eröffnen möchte und das Kapital brauche.

 

Möglichkeit 2: Wegmotivation

Ich will viel Geld verdienen, weil ich früher nie viel hatte und mich nicht mehr so „arm“ fühlen will.

 

Bei diesen Beispielen fällt sofort auf, dass die Wegmotivation immer negativ geleitet ist oder sich aus einem Defizitempfinden heraus ergibt. Das ist an sich nichts Verwerfliches. Nur hilft es weniger, Ziele erfolgreich zu erreichen. Negative Emotionen können zwar ein starker Motivator sein, aber nur so lange, wie sie Bestand haben. Das heißt, bei der Wegmotivation besteht die Gefahr darin, dass sobald das Ziel erreicht ist und das Defizit überwunden scheint, die Motivation dahin geht. Nicht selten lassen sich dann Biografien beobachten, wo viel erreicht, aber auch viel wieder verloren wird. (Dass so etwas viele Gründe haben kann und wie diese in Zusammenhang mit der Motivation stehen, werde ich an dieser Stelle nicht weiter differenzieren. Das würde zu weit in die theoretische Psychologie führen.)

 

Weiter wird beim Betrachten der beiden Beispiele klar, dass die Hinmotivation auf ein klares und genau zu benennendes Ziel ausgerichtet ist. Währenddessen kann die Wegmotivation nur benennen, was sie nicht möchte. Damit hat sie den Nachteil, schwerer Erfolgsstrategien entstehen zu lassen.

 

Mein Ziel ist es demnach immer, mir über den eigentlichen Zweck meines Ziels klar zu werden und mich in einer Hinmotivation darauf auszurichten. Dabei erschaffe ich mir ein Bild von dem, was mich motiviert, damit ich auch an unmotivierten Tagen etwas habe, woran ich mich orientieren kann.

 

Passend zu diesem Thema ist mein Beitrag Die Kunst der Selbstmotivation.

 

Deine Wahrnehmung und das Gesetz der Anziehung

Ich habe es schon öfter in meinen Beiträgen erwähnt, unsere Wahrnehmung bestimmt unsere Realität und damit unser Leben. Es ist eine so einfache und dennoch universelle Erkenntnis, dass ich überall die Verbindungen dazu ziehen kann.

 

Wenn ich mich in der Hinmotivation auf eines meiner ersehnten Ziele fokussiere, werde ich automatisch alle Gelegenheiten, die sich zur Erreichung dieses Ziels als nützlich erweisen, wahrnehmen. Mein Unterbewusstsein ist auf dieses Ziel ausgerichtet. Gleichzeitig beschäftigen sich meine Gedanken mit einem positiven Bild von etwas, was ich mir für die Zukunft wünsche.

 

Da mein Denken ebenfalls maßgeblich meine Realität beeinflusst und das Gehirn nicht zwischen echter Erfahrung und der reinen Imagination von etwas unterscheidet, kann ich mit der Konzentration auf ein positives Ziel mindestens einen Teil meines Lebens positiv ausrichten.

Positive Gedanken erschaffen Positives

 

Konzentriere ich jedoch mein Denken in einer Wegmotivation auf ein erlebtes oder gefühltes Defizit, so wird der gleiche Mechanismus aktiviert. Doch diesmal mit einer negativen Ausrichtung. Wenn meine Gedanken um etwas Negatives kreisen, verbleibe ich mental und emotional im Defizit und werde mich daraus nur schwer lösen können.

 

Was ist besser für dich und deinen Erfolg?

Es liegt also auf der Hand, dass die Hinmotivation einen weitaus größeren Nutzen für uns, unseren Erfolg und unser Wohlbefinden bereit hält. Ich denke, wer langfristigen Erfolg anvisiert und nicht auf halber Strecke stecken bleiben möchte, wird es nicht bereuen, ein wenig Analysearbeit in das Ergründen der eigenen Motivation zu investieren.

 

Und das Wichtigste: Hinmotivation macht einfach viel mehr Spaß! 😉

Herz.Mut Blob - Business & Lifestyle

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Janine,
    wieder ein schöner Beitrag der auch direkt zum Nachdenken anregt. Ich war mir bisher nämlich nicht über diese zwei Arten der Motivation bewusst. Und da ich z.B. das simple Ziel habe wieder mehr ins Fitnessstudio zu gehen werde ich das gleich versuchen am Wochenende umzusetzen 🙂
    Eine richtige Hinmotivation muss ich mir noch überlegen, aber dank deiner Tipps finde ich hier sicherlich etwas.
    LG Eileen

    • Hi Eileen,

      vielen lieben Dank, es ist natürlich immer schön zu hören, dass meine Inhalte für andere interessant sind und nicht schon seit 1000 Jahren bekannt.
      Fitnessstudio? Respekt! Ich bin da ein totaler Muffel. 😀 Ich habe meine DVD für zuhause und das funktioniert für mich auch bereits seit bald 4 Jahren echt gut. Aktuell pausiere ich und mache Schwangerschaftsgymnastik. 🙂
      Ich drück dir die Daumen, dass du deine Motivation findest und beibehalten kannst.
      Für mich war damals der ausschalggebende Punkt, dass ich mir dauernd Nerven im Rücken eingeklemmt habe und das echt nicht mehr lustig war. Seit ich einmal die Woche meine DVD turne, ist das Thema Vergangenheit. Vielleicht hast du ja ähnliche Anstöße.

      LG Janine

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